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Was hier geschrieben wird, kann man, muß man aber nicht lesen. Keine Sätze für die Ewigkeit, nicht für die            

Nachgeborenen, erst recht nichts für`s Geschichtsbuch. Muß auch nicht jedem gefallen. Wer sich darüber aufregt, hat selber schuld. Wer Ordnung in den Texten sucht, wird vergeblich suchen. Chaotisch? Ganz gewiß, mehr intuitiv, einfach so hingeschrieben, was die grauen Zellen gerade bewegt, nicht selten aus dem Bauch heraus, was bekanntlich im allgemeinen Leben nicht immer zu guten Ergebnissen führen muß, ganz allgemein mal angemerkt.

Die Welt an sich, ob Mikrokosmos oder das große Ding, ist unerschöpflicher Nachrichtenlieferant und Ideengeber ...

18.04.18

Einzelhaft soll ja strafverschärfend wirken; die meisten Übeltäter fürchten sie. Wieso? "Der Weise liebt die Einsamkeit, nur der Narr sucht seinesgleichen", lautet das Sprichwort. Und die Erklärung.

17.04.18

Alle, fast alle, fallen hierzulande über die Justiz her, wie sie mit den abtrünnigen Portugiesen, verkörpert durch deren Anführer mit dem interessanten Namen, verfährt. Was wäre eigentlich, wenn Seehofer, neu: Söder, oder Laschet oder auch Kretschmann auf die vergleichbare Idee kämen, sich von Berlin und dem Rest der Republik zu lösen, was ja an sich so schlecht vielleicht gar nicht wäre? Natürlich würden auch sie bestraft werden, man muß nur die Verfassung studieren. Merke: Das Lesen der Gesetzestexte erleichtert die Rechtsfindung. Man muß es ja nicht gleich als Rebellion oder gar Revolution bezeichnen.



16.04.18

Bemerkenswerter Film mit Annette Frier als halbautistische Anwältin. Wohl ungeheur schwierig darzustellen. Man wünscht sich Fortsetzungen, nimmt den Film mit ins Bett, es war schon der zweite Film. Lief in einem der öffentlich-rechtlichen Sender. Doch die schauen jetzt auch schon längst auf die Quote. Und Quote heißt Menge der Zuschauer, wenn die nicht stimmt, gibt´s keine Fortsetzungen mehr. Menge heißt flach, Quote heißt Durchschnitt, wenn überhaupt. Und die Flachen wachsen schneller als die Anspruchsvollen. "Einfach-Sprach" haben wir schon, warum also dann nicht auch Einfach-Filme und -Theaterstücke und was sonst noch.

12.04.18

Die Wogen gehen hoch, Zuckerberg auf allen Kanälen, die Empörung über Datenschutzverletzungen ist kaum noch steigerungsfähig. Frage: Ist man gezwungen, bei den sogenannten "Sozialen Medien" mitzumachen (warum auch immer diese so bezeichnet werden)? Alle Beschwerdeführer nehmen freiwillig die kostenlosen Plattformen für ihre - oft peinliche - Selbstentblößung in Anspruch. Und jeder, der bei Verstand ist, weiß, daß Daten im Netz nirgendwo absolut sicher sind. Also wo ist das Problem?

08.04.18

Der Mensch ist ein Meister des Verdrängens. Er weiß als einziges Wesen auf dem Planeten, daß er sterben wird. Neben ihm sterben Leute, im Grunde ununterbrochen. Wie kann er da eigentlich noch Witze machen oder über Witze lachen?



04.04.18

Einladung zur Diskussion erhalten, in der über das Personal geredet werden soll, das die Parteien in die Parlamente zu senden beabsichtigen, das sie für Wahlen ins Rennen schicken wollen. Das womöglich sogar gewählt wird. Fragestellung: Wer sucht die Leute aus, wer wählt sie innerparteilich, welche Qualifikationen müßten, sollten sie haben. Was treibt die Bewerber an, in den politischen Ring zu steigen. Tja, gewiß mitunter berechtigte Fragen. Doch nicht auf alles gibt es Antworten, erst recht nicht aus Gremien und Grüppchen außerhalb der Parteien. (Der Blogger hat übrigens kein - wie heißt es doch immer - Parteibuch in der Tasche.)

03.04.18

Schnellen, energischen Schrittes unterwegs, der Bürgersteig nicht so breit, daß man noch neben der jungen Mutter, die mit Freundin/Schwester plus rollerndem Töchterchen, alle nebeneinander, entgegenkommt, bis zur Rasenkante dazwischen gepaßt hätte. Die Kleine schaut ängstlich den forsch Entgegenkommenden an, der sie kurz anlächelt, doch das genügt für die Kinderseele. Sie lächelt zurück, sichtlich erleichtert, angstfrei, beschleunigt die Fahrt bis vor die Füße der Mutter, die mitkriegt, was geschieht, die ebenfalls den Fremden anlächelt, ihre Zähne zeigt. Unübersehbhar zugewandert, orientalischer Teint, schwarzes Haar, alle drei.

02.04.18

Dort, wo die meisten Spaziergänger unterwegs sind, wird am meisten gejoggt. Man braucht Publikum.

 



01.04.18

Merkwürdig. Mit vielen Menschen kann man prächtig über alle möglichen Themen diskutieren, sachliche Auseinandersetzungen führen, ja, eigentlich auch streiten, ohne daß man sich ereifert, erzürnt. Doch geht es um politische Fragen, kann man unglaubliche Überraschungen erleben. Da gilt die Meinung, die Auffassung Andersdenkender als persönlicher Angriff, man reagiert böse, greift zu ungewohnt heftiger, unziemlicher Wortwahl. Schade, sehr schade. Es führt dazu, daß politische Themen, derer es derzeit wahrlich genug gibt, nur noch mit ausgesuchten Menschen diskutiert werden, darunter durchaus zahlreiche, die andere Meinungen vertreten, dabei aber nicht Stil und Form verletzen. Die Format haben.

31.03.18

Der Glaube an die allumfassende Kompetenz des Staates ist in vielen Köpfen unverrückbar, unauslöschlich. Dabei zeigt ein Blick in die Vergangenheit genau das Gegenteil auf. Wo der Staat die Geschicke regelte, mangelte es bald an allem. Die Infastruktur zerfiel, zu wenig Wohnungen, limitierte Lebensmittel, hoffnunglos veraltete Autos mit unglaublichen Lieferzeiten, gesteuerte Medien, von noch gravierenderen Beeinträchtigungen ganz abgesehen. Derzeit ist wieder mal die Wasserversorgung ein Konfliktstoff im Land, sie sollte keinesfalls in private Hände gelangen, wird beschwörend formuliert. Auf dieser Linie gäbe es dann allerdings gleich noch mehr Dinge zu hinterfragen: Was ist mit der Lebensmittelversorgung, ist das weniger wichtig? Was ist mit der Autoproduktion? Soll der Fiskus sie bauen? Was ist mit dem Wohnungsbau, dem Brückenbau, dem Industriebau? Vom Staat zu betreiben? Wie steht´s mit der medizinischen Versorgung? Staatsbetriebe, beamtete Ärzte? Und die Ämter und Behörden sollen das alles besser können als die Privatwirtschaft? Die Welt ist voller Beispiele, wo der Fiskus mit solchen Aufgaben grandios versagte und versagt. 

30.03.18

Es klingelte an der Tür, vormittags, eine dunkelhaarige Frau mit Kind, überreicht einen mit farbigem Text versehenen, in Klarsichtfolie eingeschweißten Zettel, auf dem steht, daß im Heimatland das eigene Haus vom Hochwasser zerstört wurde. Sie sammelt Geld. Das Kind, ein Junge, schaut still den Herausgeklingelten an. Dieser spendet nicht, die Sache mit dem eingeschweißten, tadellos formulierten Spendenaufruf sieht zu professionell aus.



29.03.18

Es soll zuviel Gülle im Land produziert werden, die das Grundwasser verseucht. Wie das? Von vermehrtem Viehbestand ist keine Rede, eher von Reduzierung, da die beweidbaren Flächen weniger werden durch den zunehmenden Anbau von Pflanzen für die Erzeugung erneuerbarer Energie in Form von Biogas.

Wollen nicht die meisten Leute natürlichen Dünger, möglichst keine Chemie? Gülle ist nun aber der natürliche Dünger. Und nun?

28.03.18

Im Urlaub ist schlecht bloggen. Nun wieder regelmäßiger. Die neue Regierung steht. Nach Erneuerung sieht es nicht aus, eher nach "weiter wie bisher". Jene die Menschen wirklich bewegenden und berührenden Themen sind so gut wie ausgespart. Resultat: die Rechten werden noch mehr Zulauf erhalten. Im übrigen europaweit. Das ist mehr als beunruhigend.

10.03.18

Der Chefredakteur der Ortszeitung höchstpersönlich bemängelt, daß in einem aktuellen offiziellen Untersuchungsbericht über Ausländer-Kriminalität ausgerechnet jene Einwanderer nicht gesondert betrachtet werden, die im Herbst 2015 und danach während des zeitweiligen Kontrollverlusts des Staates über seine Außengrenzen in großer Zahl ins Land kamen und inzwischen unübersehbar verstärkt an kriminellen Handlungen beteiligt sind. Im besagten Untersuchungsbericht wird diese Gruppe der Neuankömmlinge – darunter überwiegend junge, unbegleitete Männer – mit den allgemeinen Zahlen aller im Land registrierten Ausländer vermengt, man stellt also die seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden Ausländer mit den Neuankömmlingen auf eine Stufe. Was soll mit dieser Art der Untersuchung erreicht werden, besser: was soll damit nicht ersichtlich werden?

 



09.03.18

Uwe Tellkamp ("Der Turm") kritisierte in einem Streitgespräch mit Durs Grünbein die Flüchtlingspolitik des Landes. 95 % der Flüchtlinge kämen nicht wegen Krieg und Vertreibung, sondern um in das Sozialsystem einzuwandern. Suhrkamp, sein Verlag, distanzierte sich sogleich von ihm, vermutlich war´s das mit der weiteren Zusammenarbeit. Der Mainstream ist ein Minenfeld, wer sich zu weit vom Wege entfernt, schwebt offensichtlich in großer Gefahr. Irreparabel. Wie funktionieren eigentlich Demokratie und Meinungsfreiheit?

 

01.03.18

Immer noch ist unsicher, wie das Votum der SPD-Mitglieder zur sogenannten GroKo ausgehen wird. Wenn die Basis ablehnt, wird es vermutlich nicht lange eine Minderheitsregierung geben, sondern dann könnte es schon bald Neuwahlen geben. Mit dem Ergebnis, daß die Rechten noch stärker werden. Das weiß man doch, wenn man sich ein bißchen Mühe gibt zu überlegen.

18.02.18

Kaum ist man auf der Hallig, dieses Natur-pur-Erlebnis, schon ist die aktuelle Nachrichtenlage beinahe vergessen. Vergessen und verdrängt. Ausgeblendet. Das Leben findet nur noch im Rhythmus der Gezeiten statt.



16.02.18

"Tichys Einblicke" veröffentlich wieder mal Zahlen über die Kriminalitätsentwicklung im Lande und deren Hintergründe, wie das sonst vielleicht nur noch in der F.A.Z. zu lesen ist. Warum dieses Schweigen, dieses Zurückhalten bei den übrigen Medien, vor allem bei den Öffentlich-Rechtlichen? Weil dabei vielleicht Dinge offenzulegen wären, die man der Bevölkerung gerne vorenthalten möchte? Was sind das für Dinge? Wer es wissen will, kann es im erwähnten Heft nachlesen. 

 

12.02.18

GroKo und noch ist nichts sicher. Die SPD-Mitglieder werden darüber befinden. Wir haben eine repräsentative Demokratie, scheinen manche noch nicht verstanden zu haben. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß das Bündnis der Volksparteien scheitert. Und was dann?

06.02.18

Reinhold Messner, kein Unbekannter, hält die Wiederansiedlung der Wölfe in Deutschland, im dichtbesiedelten Westeuropa schlechthin, für problematisch. In seiner Heimat Südtirol würden inzwischen viele Schafe von den Raubtieren gerissen. Das Leben von Schafen sei nicht weniger wert als das Leben von Wölfen. Was denn geschähe, wenn der Wolf in die Städte kommt, fragt er. Messner ist aktiver Umweltschützer, saß für die Grünen im Europa-Parlament. Götterdämmerung?



05.02.18

Ganz klar und sauber ist das Wasser, daß sich im Strand als Wellen bricht, richtig durchsichtig. Harmlos, schön anzuschauen. Es hat 4 Grad plus. Im ungeschützten Zustand hält es der Mensch so um 15 - 20 Minuten darin aus, je nach körperlicher Verfassung (Wassertemperatur x 4). Dann ist er tot. Erfahrungswerte derjenigen, die damit zu tun haben. Bevor ein großes Schiff bei "Mann über Bord" zurückkehren kann, ist der Mensch bereits tot, hängt tot in der Schwimmweste. Wenn das Wasser noch kälter ist, geht´s noch rascher zu Ende.

05.02.18

Schweres Los von empathiefähigen Autoren. Sie erschaffen Menschen und werden dann eins mit ihnen. Die Phantasiefiguren erwachen zu richtigem Leben, der Schreibende fühlt mit ihnen, leidet mit ihnen, hört sie sprechen, lachen, schreien, weinen. Dem empathieunfähigen Leser ein nicht erschließbares, ein unbekanntes Land.

04.02.18

Bei Schnee am ganz frühen Morgen joggeen. Keine Bürgersteige, sondern Wald und auf dem Deich entlang. Noch dunkel, mit Lampe. Keine Leute, nicht mal die Hundefrauen, seit Jahren auch um diese Zeit unterwegs, sind da. Nur der "Flaschenmann" kreuzt den Weg, schon von weitem auszumachen mit seiner Lampe, mit der er in den Abfallkörben nach verwertbaren Flaschen sucht. Das lohnt sich um diese Jahreszeit, am Sonntagmorgen im Schneefall? Wie muß es um ihn bestellt sein, ihm ergehen, wenn er das macht, darauf angewiesen ist? Man grüßt sich. "Moin", "Moin Moin".



03.02.18

Es gibt drei Sorten von Schneeräumern, private, also Mieter oder Hausbesitzer. Die einen rücken in aller Herrgottsfrühe mit vollem Equipment an, reinigen bis zum letzten Quadratzentimeter des Grundstücks, des Bürgersteigs. Die zweite Kategorie kommt irgendwann nach dem Frühstück mißmutig nach draußen, fegt oder schiebt die Minimal-Breite fürs Durchgehen, bei zwei Entgegenkommenden wird´s schon heikel. Die dritte Spezies läßt sich gar nicht sehen, vertraut auf die Haftpflichtversicherung und/oder baldiges Tauwetter. Ja, es gibt noch eine vierte Sorte. Sie werfen, wenn´s möglichst keiner sieht, mit kiloweise purem Salz um sich. Umweltschutz? Die Stadt streut doch auch reichlich mit Salz ... das ist ihre Sicht der Dinge.

31.01.18

Merkwürdig. Die einst glühendsten Befürworter erneuerbaren Energien laufen ziemlich bald zu deren Gegnern über, wenn die Windräder in ihr eigenes Umfeld vorrücken. Nach der Devise, frei nach Konrad Adenauer: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern." Ja, wie war das noch mit Seneca: "Bedenke das Ende."

28.01.18

Die einst große, traditionsreiche Volkspartei zerlegt sich momentan selbst. Ein tiefer Riss geht durch die die Mitglieder. "Groko" ja oder nein. Die weibliche Führungskraft mit Ambitionen für noch höhere Ämter äußert sich mit "in die Fresse geben" für ehemalige Kabinettskolleginnen und -kollegen, "Bätschi" als triumphierendem Ausdruck der Schadenfreunde und Vogelzeigen gegenüber unbotmäßigem Verhalten des Parteinachwuchses. Nicht unbedingt ein Bewerbungsschreiben für das Amt der Kanzlerin.



26.01.18

Das "begleitete Fahren" von Sechzehnjährigen soll eingeführt werden, Politiker aller Fraktionen machen sich dafür stark. Klar, die Jugendlichen von heute sind, was die Reife angeht, nicht mehr mit Jugendlichen von früher zu vergleichen. Was ist denn dann mit dem Jugendstrafrecht? Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr gilt das Jugendstrafrecht, unter gewissen Umständen sogar bis zum vollendeten 21. Lebensjahr. Mit fundamental milderen Strafen als im Erwachsenenstrafrecht. Ein Auto kann zur Waffe werden, mit der Schaden für Leib und Leben anderer droht. Die Reife für das Führen dieser Waffe sollte auch die Reife für das Erwachsenenstrafrecht bedingen.

25.01.18

Betrachtet man, was die Menschen, seit sie den Erdball bevölkern, einander von Anfang an angetan haben, welche unvorstellbaren Greuel und Bestialitäten, bis in die heutigen Tage hinein, dann stellt sich die Frage nach Gott wohl unter ganz besonderen Vorzeichen.

24.01.18

In der inzwischen mächtig geschrumpften zweiten Volkspartei bahnt sich großer Widerstand gegen eine Neuauflage der Großen Koaltion an. Über die Basisbefragung droht die Absage. Damit nimmt man bewußt Neuwahlen in Kauf; mit ziemlich ungewissem Ausgang. Eines läßt sich allerdings schon fast vorhersagen: Die Rechten werden zulegen, unter Umständen sogar beachtlich. Und dann?



23.01.18

Unverzeihliche Sünde, offenbart schonungslos, mit wem man es zu tun hat: Beim Händedruck woanders hinsehen, nicht in die Augen desjenigen, dem man die Hand gibt.

23.01.18

Schlechte Laune zeigen sie bei eher unwichtigen Personen, vielleicht noch gegenüber auf gleicher Höhe angesiedelten Leuten, niemals hingegen bei Menschen, von denen sie abhängig sind, von denen Vorteile zu erwarten sind. Da zwingen sie sich zu einem Lächeln, stehen auf, wenn sie sitzen, was sie ansonsten gerne unterlassen.

22.01.18

Auf Parteitagen werden mitreißende Reden erwartet, d. h., schreien, polemisieren, den politisch Andersdenkenden, erst recht Leute von anderen Parteien, niedermachen, lächerlich machen. Die leisen, bedachten, überlegten Äußerungen sind nicht gefragt. Solcherart gehaltene Reden werden, auch von den meisten Medien, als langweilig abqualifiziert. Schaut man sich das führende Personal in den Parteien an, fragt man sich oft, wie es in solch einflußreiche Ämter gelangen konnte. Die meisten von ihnen würden in der Wirtschaft keine leitende, wirklich wichtige Position erringen können. Die Politik macht's möglich. Dort allerdings können sie, in die richtigen Ämter gelangt, dann mehr Schaden anrichten, als sie es in der Privatwirtschaft in der Lage wären zu tun.



21.01.18

Täuscht der Eindruck, daß die Zahl der Mißmutigen, der Schlechtgelaunten ständig zunimmt? Und die der Aggressiven? Tempo-30-Zone, selbst mit geschätzt 35 kmh unterwegs, dahinter ein Wagen so dicht drauf, daß weder Lampen noch Nummernschild erkennbar sind. Auf der 70-kmh-Straße, als Vorfahrer mit mindestens 70 unterwegs bis zur nächsten Ampel und Grünphase, dasselbe Spiel über 1,5 Kilometer, schneller fahren bringt nichts, nur Standzeit an der nächsten Ampel. Der Hintermann (es war eine Hinterfrau) fährt fast ins Heck des Vordermanns. Auch bei schnellerer (vorschriftswidriger) Fahrt hätte die wartende Ampel jeden vermeintlichen Vorteil zunichte gemacht, hätte die Radarfalle, dort nicht selten, neue Beute gemacht. Die Hinterfrau kam aus dem Viertel, kannte die Ampelschaltungen. Was geht in solchen Köpfen vor?

20.01.18

Chaos im politischen Berlin. Die "Groko" läuft Gefahr zu scheitern. Seit vielen Wochen eine nur geschäftsführende, gelähmte Regierung. Neuwahlen drohen, mit unbestimmtem Ausgang. Die Rechten könnten mögliche Nutznießer eines neuen Urnenganges werden. Was können die Ursachen für das Chaos sein? Alle wissen es, nur wenige benennen es: die ungeordnete, zeitweise unbegrenzte Zuwanderung von Menschen aus anderen Kulturkreisen in einer Größenordnung, die das Land überfordert. Die Gesellschaft ist gespalten, Europa ist dadurch gespalten. Die letzte Wahl ist Spiegelbild dieser Entwicklung, und eine Neuwahl würde das möglicherweise noch deutlicher herausstellen. Kollektives Politikversagen, weil die maßgeblichen Parteien und Medien gemeinsam an einem Strang in dieselbe Richtung zogen? In die falsche Richtung?

18.01.18

Druckt die Zeitung einen vom Tenor her negativen Artikel über Menschen, die in der öffentlichen Beobachtung stehen, sucht man offensichtlich im Archiv nach entsprechenden Fotos von den Betreffenden. Verdrehte Augen, herabgezogene Mundwinkel, arroganter Gesichtsausdruck, Lächeln, Ausgelassenheit, was gerade am besten der zu vermittelnden Nachricht entspricht. Das man mit Fotos Meinungen, Stimmungen, Gefühle beeinflussen kann (und will), wird damit ebenso offensichtlich.



16.01.18

Auf der Flaniermeile sind immer auffällig viele Jogger/innen aktiv. Unmittelbar daneben braust reger Autoverkehr vorbei, Die ansonsten vehement beschworene saubere Luft kann da nur weit weg sein, je nach Windrichtung geht's mit den Abgasen direkt in die Lunge. Doch an diesem Ort ist das nicht wichtig. Die Strecke ist Bühne für die Selbstinszenierung, für unzählige Augen. Das Outfit ist demzufolge auch meist auf dem neuen Stand der Jogging-Mode.

15.01.18

Die Kanzlerin äußerte mal ziemlich zu Beginn der offenen Grenzen für alle, sie würde vielleicht mal eingehen in die Geschichtsbücher als dienjenige, die das mit den Flüchtlingen doch  gut hingekriegt habe. Ob sie heute immer noch so denkt?

14.01.18

Sobald die TV-Kamera auf sie gerichtet ist, sie mit ins Bild geraten, winken sie, gestikulieren, halten Kinder über die Köpfe in die Höhe. Darunter durchaus ansonsten vernünftig dreinblickende Leute. Vor der Kamera geraten sie außer Rand und Band. Oftmals ein Albtraum für die Fernsehleute. Ein harmloser, aber nervtötender Exhibitionismus.



13.01.18

Radwegeausbau ohne Grenzen, manchmal die halbe Breite der Straße einnehmend, Radfahrer-Stadt als Titel im Hinterkopf. Offenbar liest man keine Statistiken über die demographische Entwicklung oder übersieht sie bewußt. Die Menschen werden immer älter, der Anteil der Alten an der Gesamteinwohnerzahl der Stadt steigt kontinuierlich. Dann auf´s Rad steigen? Bei Regen, Wind, Dunkelheit, Frost? Mit schweren Einkaufstaschen, mit nasser Kleidung? Zum Arzt, zum Theater, oft viele Kilometer weit entfernt? Da streikt selbst 30+ schon, von 50+ an aufwärts ganz zu schweigen.

12.01.18

Gilt nach wie vor, wie wohl alle Sprichwörter:

Sage mir, mit wem Du umgehst, wer Deine Freunde sind und ich sage Dir, wer Du bist.

11.01.18

Im Iran geht es drunter und drüber. Die Jugend begehrt auf, doch nicht nur sie. Die Herrschenden gehen massiv gegen die Protestierenden vor. Damals, als der Schah dort noch das Sagen hatte, war bei uns großer Aufruhr, die 68er und andere waren auf der Straße mit heftigen Protesten. Bei den Unruhen kam auch Benno Ohnesorg in Berlin durch eine Polizeikugel ums Leben.

Jetzt herrscht Stille in der Bundesrepublik, bis auf ein paar Versprengte, meist iranischer Herkunft.



10.01.18

Junge Frau mit Hund und Dreikäsehoch unterwegs, der - helmbewehrt - das Laufrad den Waldweg längs strampelt. "Hallo, guten Morgen" lächelt die Frau die Entgegenkommenden an, der Filius, der Sprache noch nicht so mächtig, lächelt gleichfalls von unten zu den Passanten hoch, fast dabei strauchelnd. Selbst der kleine Hund - Tiere können nicht lächeln - signalisiert mit Schwanzwedeln sein Wohlwollen mit den Fremden.

Vermutung: die Frau ist keine eingeborene Norddeutsche, muß weiter aus dem Süden stammen. Solch heiteren Geschöpfe zeigt der Norden eigentlich nur ganz selten her.

09.01.18

Vor einigen Tagen der Aufmacher des Blattes, Thema Einwanderung und Kriminalität, erfahrungsgemäß wurde die Redaktion anschließend mit Leserzuschriften überschwemmt. Doch man schweigt sich aus, druckt nichts ab dazu. Was sind die Gründe?

08.01.18

Auf der Berliner Bühne läuft alles auf Neuwahlen hinaus. Eine der beteiligten Parteien will am Ende ihre Basis entscheiden lassen; dann spricht einiges für eine rote Karte für die Verantworlichen und für einen neuen Wahlgang. Die Rechten reiben sich schon die Hände.



07.01.18

Nicht alles, was unter dem Vorzeichen Empathie daherkommt, ist auch solche. Sondern in den meisten Fällen reine Neugier und Klatschsucht.

06.01.18

Gekichere, um Witzigkeit bemühte Dialoge, Stimmendurcheinander in hoher Frequenz.

Unterhaltung an der Straßenecke? In trauter Runde? Nein, im Radio, Öffentlich-Rechtlich, bei den Privaten sowieso. Durch Stimmodulation der Versuch, den Inhalt der Nachrichten gleich in die richtige Schublade zu stecken: Schlimmes, Lustiges, Allgemeines, möglichst dazu auch gleich noch durch entsprechende Intonierung die Ansicht des Senders zum Berichteten. In Höchstform der Ausgelassenheit beim Wetterbericht und dem Verrat der Radarfallen. Erwachsen gewordene Kinder im Hyperaktivitäts-Modus?

 

05.01.18

Der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts übt Kritik an der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin:  Öffnung der Grenzen im Herbst 2015 ohne Legitimation durch Bundestag oder Bundesrat, "gouvernementale Staatsleitung" benennt er dies. Götterdämmerung? Einstimmen ins immer stärker einsetzende allgemeine Zurückrudern? Nach zweieinhalb Jahren? Der Geist ist längst aus der Flasche.



04.01.18

Heute macht die Tageszeitung mit der Überschrift über das Problem der Gewalt durch Flüchtlinge auf. Ein Tabu-Bruch? War es nicht von Beginn an so? Die Glaubhaftigkeit der Medien steht auf dem Spiel. Hört man ihren Protagonisten in Talkshows zu, offenbart sich oft, warum die Rechte so stark im Lande wurde und weiter werden wird.

 

 

 

 

03.01.18

Mit der Wirkung von Bildern arbeiten, Gefühle beeinflussen. Der Verantwortliche für die "Tagesschau" war kurz im Bild, unspektakulär, unscheinbar, sozusagen der Mann um die Ecke. In einem wohl unbedachten Augenblick, der schon einige Zeit zurückliegt, offenbarte er mal, daß in der Zeit der großen Flüchtlingswellen das Verhältnis von dargestellten Müttern mit Kindern und alleinreisenden jungen Männern wohl nicht ganz der Realität entsprochen habe.

02.01.18

Offensichtlich ist die Kulturredation der Tageszeitung nicht ausgelastet. Die Journalistin befaßt sich in einer Randspalte ausführlich mit den Niederungen der Politik. Was folgt, ist das Aufzählen von Allgemeinplätzen. Oh, hätte sie doch geschwiegen ...



01.01.18

Die WHO will sich um die Fettleibigkeit kümmern, besonders die der Kinder, im Focus auch Deutschland. Fast jedes 6. Kind ist zu dick bei uns im Lande. Das Doppelkinn sprießt schon im Ansatz, kaum daß sie eingeschult sind, mitunter schon früher. Mit Ernährung hat das zwar auch, aber nicht nur zu tun. Ein bißchen weniger Smartphone, ein bißchen weniger PC, ein bißchen weniger TV, dafür gewaltig mehr raus auf die Straße, auf den Sportplatz, ins Schwimmbad.

31.12.17

Die weniger Begüterten kaufen Feuerwerk in großen Mengen, meist mehr als die an der Ladenkasse vor und hinter ihnen stehenden, schon äußerlich als gutsituiert zu erkennenden Männer. Frauen haben mit Feuerwerksartikeln weniger im Sinn. Ob die Ärmeren mehr Hoffnung ins Neue Jahr auf Besserung ihrer Verhältnisse hegen?

30.12.17

WhatsApp macht's möglich. Nach Jahrzehnten unverhofft per raschem Foto Begegnung mit der Vergangenheit, ein Gesicht, das an längst vergangene Zeiten erinnert, unverkennbar, doch auch ein bißchen fremd, die Jahre verändern. Gesichter offenbaren - wie Baumringe - ihre Geschichten, legen Zeugnis ab über das, was ihnen widerfuhr, im Guten wie im Schlechten.



29.12.17

Riesenartikel wieder über Kinderarmut in der Zeitung. Kinder haben kein Einkommen, können nicht arm sein. Die Erziehungsberechtigten erhalten für sie Kindergeld und im Bedarfsfall weitere finazielle Zuwendungen. Damit sollen die Bedürfnisse der Kinder altersgerecht abgedeckt werden. Klappt auch, wie Musterberechnungen ergaben, die betroffenen Kinder kamen ganz gut über die Runden. Das für die Kinder vorgesehenen Geld muß nur bei denen auch ankommen. Dann sind wir bei den Eltern. Vielleicht ein separates Bankkonto für das indirekt den Kindern zustehende Geld? Vielleicht stichprobenartig mal eine Nachweispflicht für die Art der davon getätigten Ausgaben?

28.12.17

In der Kirchengemeinde figurieren die Jüngsten unter "Kirchenkids", es gibt eine Gruppe junger Leute dort, die Jugendarbeit "Face to face" betreibt. Im Schwimmbad findet bald ein Ereignis statt, das sich "Walk on water" nennt (in großen durchsichtigen Kunststoffbällen auf dem Wasser tollen). Und in den Geschäften wird unermüdlich der Artikel "Sale" beworben.

27.12.17

Eine momentan nicht unbedingt mit dem Westen befreundete Nation  kreuzt mit ihren Marineschiffen durch die Ostsee, ist vor England, vor Schweden, vor Norwegen präsent, im Mittelmeer, interessiert sich mit seinen U-Booten auffallend für die westlichen Seekabel. Die Bundeswehr löst das Marinefliegergeschwader 5 auf, verkauft an die Stadt Kiel, die das strategisch einzigartige Gelände mit Wohn- und Geschäftsgebäuden bebauen wird und überlegt, den daran anschließenden Flugplatz aufzugeben. Frei nach Pipi Lanngstrumpf: "Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt"?