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Was hier geschrieben wird, kann man, muß man aber nicht lesen. Keine Sätze für die Ewigkeit, nicht für die            

Nachgeborenen, erst recht nichts für`s Geschichtsbuch. Muß auch nicht jedem gefallen. Wer sich darüber aufregt, hat selber schuld. Wer Ordnung in den Texten sucht, wird vergeblich suchen. Chaotisch? Ganz gewiß, mehr intuitiv, einfach so hingeschrieben, was die grauen Zellen gerade bewegt, nicht selten aus dem Bauch heraus, was bekanntlich im allgemeinen Leben nicht immer zu guten Ergebnissen führen muß, ganz allgemein mal angemerkt.

Die Welt an sich, ob Mikrokosmos oder das große Ding, ist unerschöpflicher Nachrichtenlieferant und Ideengeber ...


15.03.19

Einer, von dem man das nun wohl eher nicht erwartet hatte, nämlich Klaus von Dohnanyi, äußerste zu den "Friday for Future"-Demonstrationen, daß die jungen Leute auf nichts verzichten würden, sich auch weiterhin mit dem Eltern-Auto zum Ballett und zur Schule fahren lassen würden. Klang nicht gerade begeister von der Sache.

14.03.19

Nun gibt´s auch die "Parents for Future", erstaunlich, daß es so lange dauerte. Die Manie, englischsprachige Bezeichnungen zu verwenden, ist ungebrochen. Und Greta wird schon für den Friedensnobelpreis gehandelt. Doch sie machte bereits einen argen Fehler, aß wohl mal etwas mit einem Plastiklöffel, trank aus einem Plastikbecher.

03.03.19

In Hamburg gab´s am Freitag wieder eine "Friday for Future"- Demonstration während der Schulzeit. Mehr junge Leute als sonst auf den Beinen. Die Initiatorin der Bewegung, Greta Thunberg, war höchstpersönlich erschienen. Doch Wermutstropfen fielen in den Demo-Wein. Das Ganze soll als "Schulschwänzen" behandelt werden. Und das bei einer Rot-Grünen-Rathaus-Mehrheit. Ob die 16-jährige zu erklären weiß, wie es auf dem Globus in der Vergangenheit zu vielfachen Wärme- und Kälteperioden gekommen ist, als noch keine Menschen auf der Erde herumliefen?



02.03.19

Gestern abend bis in die Nacht "Mainz, wie es singt und lacht". Man hält sich dort zugute, eine intellektuelle Fastnacht zu zelebrieren. Merkwürdig, mit welcher Art von Clownerie man der Politik dort zu Leibe rückt. In der Bütt´ oft zorngerötete Köpfe, die ihre Thesen und ureigensten Meinungen in Reimform ins Mikrophon schreien. Da bricht sich nahezu Feindseligkeit Bahn. Zumeist nur in eine Richtung. Rheinland-Pfalz ist No-Go-Area. Humor, Clownerie? Das macht jedes politische Kabarett besser. Und vor allem glaubhafter.

 

 

18.02.19

Erstaunlich. Ist man erst mal weg aus der normalen Zivilisation, auf einer Hallig zum Beispiel, schwindet das Interesse am der übrigen Welt von Stunde zu Stunde. Ob Trump oder Erdogan, ob Kim Jong-um oder der Mann aus Venezuela, der von der Macht nicht lassen kann und andere, die einen ansonsten um dies und jenes  fürchten lassen, sie entrücken nahezu zur Bedeutungslosigkeit. Kein Fernsehen, keine Nachrichten. Nahrungsaufnahme, Schlafenszeiten, Wetter, das sind die elementaren Dinge, die dann den Menschen, wenn er es denn zuläßt, umtreiben.

13.02.19

Churchill sagte mal sinngemäß, die Demokratie sei die schlechteste Staatsform, aber er kenne keine bessere. Da ist was dran. Nur artet sie auf Dauer in einen Überbietungswettbewerb an Wohltaten für´s Wahlvolk aus, denn schließlich will man gewählt werden. Fast wörtlich: Koste es, was es wolle. Gibt es einen Ausweg aus diesem Hamsterrad?



11.02.19

Der bundesweite Aufruhr um die von Dieselmotoren ausgestoßenen
Stickstoffdioxid-Mengen hält unvermindert an. Ein Wissenschaftler bemerkte dazu unter anderem, daß die heutige Luftbeschaffenheit in den meisten Städten vor einigen Jahren noch den Werten eines damaligen Luftkurortes entsprochen hätten. Doch wer will das hören in der aufgeheizten Debatte? 

10.02.19

Leserbriefe zu schreiben erfordert heute eine nicht zu unterschätzende Risikobereitschaft, insbesondere wenn die Mail-Adresse des Schreibenden aufzufinden ist. Rustikale bis drohende Texte laufen ein, ebensolche  Telefonanrufe; Gott sei Dank, das alles auch in positiver Ausgabe. Es besteht zwar Rede- und Meinungsfreiheit, doch sie ist mehr und mehr nur noch eine leere Formel im Politikermund und in den Impressums-Texten der druckenden Medien. Wehe, wenn vom sogenannten Mainstream abgewichen wird. Wenn die einstigen Verfasser des Grundgesetzes und damit auch Gründer der Bundesrepublik wüßten, was aus ihren hehren Vorstellungen für die Gestaltung des Landes inzwischen geworden ist.

09.02.19

Der Sender rief und viele kamen zum gemeinschaftlichen Singen in die große Halle. Weite Wege wurden zurückgelegt, um Lieder zu singen, deren Texte auf einer großen Videowand abgelesen werden konnten. Meistens englische Texte. Lauter Fremde untereinander, von den Gruppen und Grüppchen abgesehen, die zusammengehörten. Brot und Spiele? Was treibt an dabei? Langeweile? Keine ausgesprägten eigenen Interessen? Reagieren statt agieren. Leere, gar Vereinsamung? Auf der Sinnsuche?