Nicht publizierte Informationen sind auch Informationen

02.08.18

(Leserzuschrift) Die Tageszeitung druckte ihn nicht ab:

 

 

 

 Gescheiterte Rechtschreibreform

 

 

 

   Die Rechtschreibreform wurde seinerzeit, ohne daß dies jemals offiziell nach außen drang, aus ideologischen Gründen begonnen, galt doch die bis dahin gültige deutsche Schriftsprache ihren häufig fanatischen und eifernden Kritikern schon immer als elitär, als ein Edikt der Herrschenden und gehörte schon deshalb endlich reformiert. Der normale Bürger beherrsche ihre Schreibung nicht, hieß es, folglich gehöre sie endlich von Grund auf erneuert bzw. geändert. Letztlich waren es dann die Bundesländer und deren politisch verantwortliches Personal, die jene unselige Reform nach vielen Jahren des Experimentierens und Diskutierens endgültig im August 2006 verabschiedeten, da Schulen, Lehrpläne/Lehrstoff usw. der Kulturhoheit der Länder unterliegen.

 

   Seitdem wird die Reform ständig und stetig weiter reformiert, damit befaßte Gremien lösten sich auf, neue gründeten sich, kaum noch jemand weiß, was gerade wieder erlaubt ist und was nicht. Inzwischen schreiben viele Menschen wie sie wollen. Im Zweifel geht fast alles durch mit dem lapidaren Hinweis: „Neue Rechtschreibung“. Millionenfach wurden Bücher aussortiert bzw. vernichtet, die der neuen Rechtschreibung nicht entsprachen, nicht alle wurden neu gedruckt, viele verschwanden für immer in den Reißwölfen. Universitäts- und Schulbibliotheken waren betroffen, ebenso öffentliche Büchereien und unzählige Archive. Hochkonjunktur für die Schulbuchverlage, der Duden-Verlag konnte und kann mit den ständig erforderlichen Neuauflagen kaum noch hinterherkommen. Über die Kosten der Reform wurden keine Zahlen veröffentlicht, ernstzunehmende Schätzungen bewegen sich im Milliardenbereich. Die mit der Reform angestrebte Erleichterung der Schriftsprache wurde völlig verfehlt; in neutralen Fachkreisen wird angemerkt, daß die Fehlerquoten in allen Schulformen seit der Reform sogar angestiegen sind.

 

 

  

- 2 -

 

 

                      

 

- 2 -

 

Nichts hat die Reform leichter gemacht, u. a. weder die Zeichensetzung, die Groß- und Kleinschreibung noch die Zusammen- oder Getrenntschreibung. Letztere führt dabei häufig noch zu völliger, mitunter gefährlicher, auch kurioser Sinnentstellung. Nur beispielhaft: „kurz schließen“ / “kurzschließen“, „viel versprechend“ / „vielversprechend“ , „zusammen kommen“ / „zusammenkommen“ drücken jeweils völlig andere Situationen und Begebenheiten aus.

 

   Mit dieser sogenannten Reform haben wir es mit der brachialsten Verunstaltung und Zerstörung der deutschen Schriftsprache seit hundert Jahren, seit ihrer wissenschaftlichen Begleitung, zu tun.

 

 

 

 



09.06.17

(Leserzuschrift) Die Tageszeitung druckte ihn nicht ab:

 

 

Den Terror selbst ins Land geholt?

 

Wieder ein Terroranschlag mit etlichen Toten und Verletzten, dieses Mal in London. Der IS bekannte sich dazu. Man kann fast die Uhr danach stellen, wann ein weiterer Anschlag den Westen erschüttern wird. Berlin, Paris oder eine andere westliche Metropole? Warum hat der islamistische Terror vornehmlich Europa, die westliche Welt seit einigen Jahren so ausgesucht im Visier? Könnte es sein, daß der Westen selbst die Ursachen dafür geliefert hat und weiter liefert?

Indem er seit vielen Jahren versucht, den Orient erneut zu missionieren? Ihm seine eigene Lebensweise, seine Denkungsart aufzunötigen? Vielleicht wollen die dortigen Länder keine Demokratie nach westlichem Muster, sind noch nicht reif dafür, vielleicht wollen sie keine Glaubenslosigkeit, wie sie den Westen mehr und mehr

 

 

- 2 -

 

 

 

 

 

 

 

 - 2 -

 

prägt, keine westlichen Werte, die zu suchen und zu benennen uns immer schwerer fällt. Irak, Libyen, Syrien stehen nur beispielhaft für die eigenmächtige, dazu noch kriegerische Einmischung des Westens in Angelegenheiten anderer Staaten und Ethnien. Der Terror gegen den Westen könnte eine Antwort darauf sein.

 

 



02.11.15

(Leserzuschrift) Die Tageszeitung druckte ihn nicht ab:

 

 

 

Verantwortungslos

 

Ob nun "Einreisezentrum" (SPD) oder "Transitzonen" (CDU), keine dieser beiden vorgeschlagenen Regelungen bewirkt auch nur einen einzigen Flüchtling weniger für Deutschland. In diesem Jahr werden wir es wohl auf 1 Million Zuwanderer bringen, die den Weg zu uns finden, mit dem zu erwartenden späteren Familiennachzug, vorsichtig hochgerechnet, auf mindestens 3 Millionen. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Berlin (eine nennenswerte Steigerung von Abschiebungen nicht anerkannter Asybewerber ist nach bisheriger Praxis eher nicht zu erwarten). In den weltweiten Bürgerkriegsländern, insbesondere Syrien, sind von schrecklichen Ereignissen heimgesuchte Flüchtlinge in zweistelliger Millionenhöhe auf den Beinen. Und es ist davon auszugehen, daß der Flüchtlingsstrom Richtung Deutschland, das sich unüberhörbar in der Welt für die unbegrenzte Aufnahme bereiterklärt hat, für die nächsten Jahre nicht abreißen, eher noch zunehmen wird.

 

- 2 -

 

 

 

 

 

 - 2 -

 

 

Machen sich eigentlich die derzeitigen politischen Entscheidungsträger ernsthaft Gedanken darüber, wie sie in schon naher Zukunft ihren Enkeln und Urenkeln, von denen sie ja nach häufigen Bekundungen das Land nur geliehen haben, mal erklären wollen, was sie aus diesem Land gemacht haben, das sich in absehbarer Zeit gegenüber dem jetzigen Zustand fundamental und unumkehrbar verändert haben wird?



28.09.15

(Leserzuschrift) Die Tageszeitung druckte ihn nicht ab:

 

 

Warum nicht Neuwahlen?

 

Tsipras hat es vorgemacht, als Griechenland vor äußerst wichtigen Entscheidungen stand und sein Volk zur Wahlurne gerufen, um sich seinen Kurs bestätigen oder verwerfen zu lassen. Wäre das nicht auch ein Weg für die Bundesrepublik Deutschland, die sich durch den massenhaften Ansturm von Asylsuchenden und Einwanderern, dessen Ende nicht abzusehen ist, seit geraumer Zeit vor eine der größten Herausforderungen und Ploblembewältigungen seit ihrer Gründung gestellt sieht?

 

- 2 -

 

 

 

 

 - 2 -

 

Durch die Bevölkerung geht inzwischen ein unheilvoller Riß, Befürworter und Gegner der derzeitigen Regierungspolitik befehden sich, die Auseinandersetzungen nehmen zu und sind mehr und mehr von Unsachlichkeit, gar Feindseligkeit geprägt. Die amtierende Bundesregierung steht vor historischen, ja, epochalen Entscheidungen, in deren Folge das Land, unabhängig vom Für und Wider ihrer Verfahrensweise, eine grundlegende Veränderung erfahren könnte. Warum also keine Neuwahlen, bei denen sich die derzeit Regierenden rückversichern könnten, ob die Mehrheit der Wähler ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik billigt oder nicht.