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Was hier geschrieben wird, kann man, muß man aber nicht lesen. Keine Sätze für die Ewigkeit, nicht für die      Nachgeborenen, erst recht nichts für`s Geschichtsbuch. Muß auch nicht jedem gefallen. Wer sich darüber aufregt, hat selber schuld. Wer Ordnung in den Texten sucht, wird vergeblich suchen. Chaotisch? Ganz gewiß, mehr intuitiv, einfach so hingeschrieben, was die grauen Zellen gerade bewegt, nicht selten aus dem Bauch heraus, was bekanntlich im allgemeinen Leben nicht immer zu guten Ergebnissen führen muß, ganz allgemein mal angemerkt. Die Welt an sich, ob Mikrokosmos oder das große Ding, ist unerschöpflicher Nachrichtenlieferant und Ideengeber ...

17.11.21

Nicht selten anzutreffen: Einst entschiedene Gegner von Mobiltelefonen und PC in der Wohnung ("Es genügt, wenn ich das beruflich benutzen muß."), mutieren sie irgendwann zu eifrigen privaten Anwendern von PCs, Tablets und Smartphones, sind in Twitter und Facebook unterwegs und - auch davor schrecken sie nicht zurück - gebärden sich alsbald als große Kenner der Materie und scheuen sich nicht, anderen Menschen Ratschläge zu erteilen, die ihnen alleine schon von der Zeitdauer her, die sie diese Techniken anwenden, um Etliches voraus sind.

16.11.21

Wer äußert, daß er diesen oder jenen Menschen nicht ausstehen kann, daß er ihn nicht leiden kann, disqualifiziert sich damit für jede weitere Beurteilung des Betroffenen. Sachliche, fachliche Aspekte werden in solchem Fall von Emotionen, von Gefühlen überlagert und verstellen den Blick für Fakten und Daten. 



14.11.21

Die Weltatombehörde IAEA , die unbestritten ranghöchste und wichtigste Institution in Sachen Atomenergie, ist Befürworter der friedlichen Nutzung der Atomenergie , nachzulesen im Interview mit dessen Leiter Rafael Grossi in der F.A.Z. vom 09.11.21. Und für  die Klimarettung hält er sie für geradezu unentbehrlich. "Kernkraft ist keine Bedrohung, sondern Teil der Lösung, um das Klima zu retten."

Die Atomkraft sei nicht tot, wie man in Deutschland denkt? "Im Gegenteil, sie ist quicklebendig, sie ist gesund und sie wächst. Auch wenn Deutschland für sich entschieden hat, daß sie tot ist."

Zum Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie:

"Wir respektieren diese demokratische politische Entscheidung, aber wir wollen nicht vergessen, daß dieselbe Regierung, die 2011 den Atomausstieg auf den Weg brachte, sechs Monate zuvor die Laufzeiten der Kraftwerke noch verlängert hatte. ..... Als Chef einer wissenschaftlich-technischen Einrichtung muß ich es so deutlich sagen: Die Wissenschaft weist in eine andere Richtung als in die, in die sich Deutschland bewegt hat."

Ob die Atomkraft zu Unrecht einen schlechten Ruf hat:

"Ja, denn dieser Ruf ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. Aktivisten kann man vermutlich nicht bekehren, aber alle anderen müssen sich einfach an die Tatsachen halten."

Alles und noch mehr nachzulesen im erwähnten F.A.Z.-Interview.

Ein in gewisser Weise ratloser, verunsicherter Blogger bleibt zurück. Siehe Text nebenan.

 

14.11.21

Der Blogger hatte es nicht mit dem Aufkleber "Atomkraft? Nein, Danke", war auf keiner Demo gegen die Meiler, war jedoch argwöhnisch bis ängstlich vor der Kernenergie, erst recht nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Dieses Mißtrauen bewahrte er sich bis heute. Doch nun kommt er ins Grübeln, Zweifel plagen ihn bei Betrachtung des neuerlichen Verhaltens der übrigen Welt. Die Befürworter der Kernenergie mehren sich, und zwar rund um den Globus. Mehr als 400 Atomkraftwerke sind zur Zeit in Betrieb, mehr als 100 sind geplant, mehr als 50 werden zur Zeit gebaut, ans Abschalten denkt da so gut wie niemand. Selbst Nachbarland Frankreich rudert zurück, will die Kernenergie weiterhin nutzen. Nur Deutschland steigt aus . Seit 2011, nach Fukushima. Die  Welt nimmt sich kein Beispiel an uns, obwohl sich bei uns schon im politischen Betrieb Stimmen äußerten, Deutschland sollte als Vorbild dienen, Deutschland sollte der Maßstab für die Welt sein. Der Gedanke daran - zugegeben etwas weit hergeholt - ruft beim Blogger großes Unbehagen hervor. So etwas Ähnliches hatten wir schon mal, nur war da vom deutschen Wesen die Rede.



13.11.21

Die Bitte, eine bestimmte Verhaltensweise zu unterlassen, wohlgemerkt eine Bitte, führt zum ernsthaften Vorwurf, das Wort "Unterlassung"  weise in eine bestimmte Richtung. Wörtlich: "Geboren, ein Volk zu führen. Krass."

Da hält man den Atem an.

12.11.21

Bleiben wir bei den Hitzköpfen, den Eiferern. Selten, daß sie einräumen, sich geirrt zu haben. Nur sich selbst gegenüber gestehen sie Irrtümer ein. Doch das macht sie nur noch wütender, als sie es ohnehin schon sind in der Auseinandersetzung mit Andersdenkenden. Schließlich greift man den Gegenüber zornig mit dem Vorwurf an, er gehöre zu denjenigen, "die immer alles schon gewußt haben."  Das soll wohl Sarkasmus oder Ironie bedeuten. Sie begreifen offenbar nicht, daß der Schuß nach hinten losgeht, daß es ein größeres Lob nicht geben kann. Die Gescholtenen wußten es eben schon.



11.11.21

Demokratie ist die Diktatur der Mehrheit. Gewagte These, aber zutreffend.  Aber nur wenigen zu vermitteln, die sich der Mehrheit zugehörig fühlen.

11.11.21

Manche Menschen erreicht man irgendwann nicht mehr, sie sind "zu", sind für Argumente, die nicht den ihren entsprechen, nicht mehr zugänglich. Andersdenkende mutieren in ihren Augen zu Feinden, zumindest zu Außenseitern und Ignoranten. Sie greifen nicht deren Argumente an, sondern die Personen, die mißliebige Argumente äußern.



10.11.21

Wie fuhr er den Diskussionpartner an, noch bevor dieser sich überhaupt äußern konnte?

"Sag´ jetzt nichts Falsches!"

Darüber, was richtig und was falsch ist, entscheidet er allein.

09.11.21

Wenn Menschen älter werden, ändern sie sich. Selten allerdings zu ihrem Vorteil. Erst recht ist das der Fall, wenn sie allein leben. Ihre Miene spricht Bände. Es gibt immer mehr Schubladen, in denen ihre Ansichten und Meinungen unerschütterlich abgelegt sind und bei Bedarf hervorgezogen werden. Oft bestehen sie aus nichts weiter als den gesammelten Irrrtümern ihres Lebens.



31.10.21

Halloween. Gab´s vor einiger Zeit bei uns noch nicht. Import aus den USA. Dieses Mal klingelte es ziemlich oft. Vor der Tür jeweils eine mehr oder weniger große Kinderschar. Niedliche kleine Zwerge, bunt bemalt, gleichmaßen gekleidet, die Eltern, meist die Mütter, im Hintergrund. Die Hauptakteure voll angestrahlt vom Scheinwerfer des Bewegungsmelders. Fast reichten die Vorräte nicht aus, die von der Frau des Hauses zuvor beschafft worden waren. Vorne die Mutigen, die Lauten, mehr dahinter die leisen, die Zaudernden. Einige auf der Grundschule, andere noch in der Kita. Große Augen verfolgten die Darreichung der Gaben, alles Süßes. Heiliges Versprechen, alles redlich aufzuteilen. Ein Lächeln in der ersten Reihe entblößt eine Zahnlücke, die das besondere Interesse des Hausherrn weckt, was nicht unbemerkt bleibt. Im Nu sind noch vier oder fünf  weitere bemalte Gesichter da. Münder öffnen sich, Zähne werden zur Begutachtung präsentiert. Rufe erschallen: "Ich auch!", "Ich hab´ auch eine Lücke!", "Der hier ist auch weg!" ruft das Mädchen, das sogar anderthalb Lücken herzeigen kann, denn einer der Zähne ist nur zur Hälfte verschwunden.

Herrliche Kinderzeit ......

28.10.21

Die Wahl ist geschlagen, Laschet ins Nirgendwo verschoben. Er räumt ein, alleine die Wahl verloren zu haben. Was nicht so ganz stimmt. Doch er nimmt es auf sich, zeigt eigentlich Größe, die seine Spötter und Verächter wohl kaum aufbringen werden, wenn es ihnen mal ähnlich ergehen sollte. Ihr Triumph wird nicht lange anhalten, der Alltag wird sie bald einholen. Olaf Scholz ist nicht zu beneiden. Er ist im Laufe seines Lebens ein Gemäßigter geworden, ein Pragmatiker, ein Konservativer unter den Sozialdemokraten, für die Mitte wählbar. Doch viele derjenigen, die ihn nicht mal als Parteivorsitzenden wollten, erst recht nicht als Kanzlerkandidaten, werden sich bald ungeduldig zeigen, wenn er nicht das umzusetzen versucht, was sie schon lange in den Köpfen haben.



18.09.21

In einer Wahlarena wird Laschet mit Kindern konfrontiert, die ihn teilweise in eine Art Kreuzverhör nehmen mit ihren Fragen. Recherchen bringen an den Tag, daß die Kinder ausgesucht und auf das Befragen hin trainiert wurden. Sie trugen einen Knopf im Ohr. Der Verdacht, daß sie über Funk angeleitet wurden, wurde nicht entkräftet.

Und das ist Wahlkampf, in dieser Vorgehensweise sehen die Initiatoren des Kindereinsatzes eine Form der politischen Auseinandersetzung?

Der Blogger fand diese Meldung in der F.A.Z.

 

18.09.21

Da hält man den Atem an. Wahlkampf vor der Bundestagswahl am 26. September. Das Land ist gespalten und zerrissen. Diskussionskultur und Meinungsfreiheit, obwohl ständig im Munde geführt, findet nur noch marginal statt. Laschet wird medial hingerichtet. Was wirft man ihm vor? Das unpassendes Lachen im Hochwassergebiet? Ja, war nicht so gut. Sicher unpassender Vergleich: Man weiß von Soldaten, die in Momenten größter Gefahr in Gelächter ausbrechen; ein Akt der Befreiung, eine Art, mit der Gefahr, mit der Angst umzugehen. Was sonst noch Vorzuwerfendes? Da gibt es dann nur noch Nebulöses, nicht Faßbares. Der Blogger hat weder etwas für noch gegen Laschet, beurteilt ihn - und seine Mitbewerber - nach den Programmen der Partei, die sie vertreten.



04.08.21

Jeden Tag kommt eine nicht mehr ganz junge Frau daher, schon ein bißchen gebeugt, hat schon ein wenig Mühe mit dem Gehen. Zwei Hunde hat sie an der Leine, manchmal drei. Das sei ein Gasthund, den sie von Leuten übernimmt, die mal verhindert sind, selbst mit dem Hund zu gehen. Ihre eigenen hat sie mal aus dem Tierheim geholt, einen großen und einen kleineren. Sie laufen vor ihr her, ziehen aber kaum nach vorne, im ungleichen Schritt, der kleinere muß schon mal zwischendurch einen Hüpfer machen, um mit dem großen mitzuhalten. Sie beachten sich gegenseitig kaum, vertragen sich aber. Immer schauen sie,  wie fast alle Hunde, nach vorne, in eine imaginäre Ferne, die sie nie erreichen. Immer wollen sie nach vorne , erreichen nie ein Ziel. Komme ich zu ihnen rüber auf den anderen Bürgersteig, sind sie außer Rand und Band, freuen sich ungemein, obwohl ich nichts mitbringe, keine Leckerli, nichts zum Naschen . Nur streicheln, tätscheln, in die Augen blicken. Das genügt ihnen vollkommen, um sich an die Beine des Fremden zu drücken, ihm die Hand zu lecken, mit dem Schwanz um sich zu schlagen wie verrückt. Was haben sie vielleicht erlebt, bevor sie im Tierheim landeten.

21.06.21

Immer öfter ist bei Verkehrsunfällen zu lesen, vornehmlich bei Zusammenstößen oder Abkommen von der Straße, daß aus ungeklärter Ursache die Fahrbahn oder die Fahrspur verlassen wurde. Es verdichtet sich der Verdacht, und in immer mehr Fällen führen Untersuchungen des Unfallgeschehens zur Gewißheit, daß die Benutzung digitaler Geräte, vornehmlich das Smartphone, die Unfallursache war. Das bedeutet, daß die Nutzung dieser Geräte während der Fahrt mit extrem drastischen Strafen belegt werden muß bis hin zum sofortigen Führerscheinentzug. Denn da fährt immer die fahrlässige Tötung mit. Das sollte gleichermaßen für Freisprechanlagen gelten. Telefonieren, ob mit Hörer am Ohr oder in der Halterung, lenkt immer ab. Und wenige Sekundenbruchteile genügen bei den heutigen Geschschwindigkeiten, um die Katastrophe für sich und - schlimmer noch - für Unbeteiligte herbeizuführen.



03.05.21

Annalena Baerbock will ins Kanzleramt. Sie könne das, habe alle Voraussetzungen für diese Aufgabe. Erfahrung sei gut, aber es ginge auch ohne diese Voraussetzung. Sie manage einen 4-Personen-Haushalt und leite seit geraumer Zeit mit Robert (Habeck) die Partei der Grünen. Noch Fragen?

"Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal" werden bestimmte Laufbahnen schon mal ironisiert. Bei Baerbock kann man die Redensart  vielleicht bald schon erweitern: "Bundeskanzleramt".

Aber nein! Da stimmt doch was nicht, da fehlt doch etwas ..... ja, "Bundeskanzlerinnenamt".

07.04.21

Leserserbrief in der örtlichen Zeitung. Natürlich geht´s um Corona, hier um den Impfstoff "AstraZeneca". Es schreibt die Leiterin der Grundschule des Viertels. Mehr an Nabelschau, Egozentrik, Selbstdarstellung geht kaum noch. Es mag ja sein, daß - noch nicht abschließend geklärt - der Impfstoff in bestimmter Fallgestaltung für besondere Menschen mehr Nebenwirkungen entwickelt als für andere Menschen. Auch schlimme Folgen haben kann. Aber alle Impfungen sind gefährlich, ganz gleich, gegen welche Krankheit oder Ansteckungsgefahr geimpft wird. Die Wahrscheinlichkeit, daß es einen erwischt, ist äußerst gering, gehört zu den Risiken, die das Leben so mit sich bringen kann. Dafür gibt es in Deutschland ein Gesetzt, das "Infektionssschutzgesetz", das im Falle eines Falles für die Betroffenen und deren Angehörige Entschädigungszahlungen vorsieht. Wie schrieb einst Ericht Kästner? "Leben ist nun mal lebensgefährlich".



07.03.21

Nun sind Corona-Selbsttests im Handel. Packung mit sechs Stück für € 25,00. Die Menschen stehen schon am ersten Tag in Schlangen vor den Geschäften. Gültigkeitsdauer von 48 oder 72 Stunden sind im Gespräch. Was sollen sie bringen? Abgesehen von der Ungenauigkeit der Handhabung durch Laien:

Testergebnis negativ: Na und? Was ist das Ergebnis wert?  Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer nichts mehr. Und, viel schwerwiegender: Verbreiteten die Fachleute nicht noch vor kurzem, daß Corona auch bei einer Infektion nach mehreren Tagen beschwerdefreien Zustands noch ausbrechen kann?

Testergebnis positiv: Mit großer Sicherheit die Vorhersage, daß sich die meisten Leute nirgendwo melden werden, sondern erst al abwarten, was weiter geschieht. Denn ansonsten drohten ihnen und ihrem privaten Umfald die Quarantäne und andere Mißlichkeiten.

Und die Hersteller der Testunterlagen wollen/sollen diese zu Selbstkosten liefern, ist offiziell zu vernehmen.

Manchmal ist man versucht sich zu kneifen, um festzustellen, ob man das nicht alles träumt, was da geschieht.

28.02.21

Einer will rückwärts einparken, in die Parklücke, die kurz vorher vor dem eigenen Wagen frei geworden war. Der Blogger saß im bewußten Wagen und wurde Zeuge, wie der Mann vergeblich versuchte, in die gar nicht mal zu enge Lücke reinzukommen. Mehrere fruchtlose Versuche. Der Blogger setzte zurück, hinter ihm paßte das, und endlich klappte das beim Vordermann, er parkte schließlich ein. Und zog ohne irgendein Zeichen des Dankes davon. Nicht mal ein Kopfnicken oder dergleichen. Nichts. Was geht in solchen Köpfen vor?



24.02.21

Die Stadt will nicht die Corona-Infizienzzahlen für die einzelnen Stadtteile bekanntzgeben, obwohl sie darüber offenbar verfügt. Man vermag sich vorzustellen, was die Gründe dafür sind: Abhängig von der Zusammensetzung der Bewohner wird es entsprechende Zahlenverteilungen geben, die man nicht gerne sichtbar machen möchte.

23.02.21

Bei der Corona-Impf-Anmeldung läuft auf der dafür eingerichteten Website für diejenigen, die früher als die bekanntgegebene Startzeit in die Startblöcke gehen, eine große Uhr in Countdown-Manier ab.  In Minuten und Sekunden wird abwärts gezählt. Nicht genug, daß die Leute, die jetzt an der Reihe sind - es sind nicht die Jüngsten mehr - , ohnehin nervös sind, nun erhöht man ihre Aufregung noch um ein Vielfaches durch die ablaufende Uhr. Was soll das? Wem nutzt das? Was bezweckt man damit?



21.02.21

Der Blogger ist kein "Corona-Leugner", wie man kritische Leute gerne bezeichnet. Er wird sich impfen lassen, sobald man ihn zuläßt.

Daß viele Menschen mißtrauisch sind, hat auch Ursachen. Die Corona-Toten zählt man von Beginn der Pandemie an, also vom Frühjahr letzten Jahres an und summiert sie zur Gesamtzahl. Bei keiner anderen Krankheit geschieht das. Will man mit der schieren Zahl Angst verbreiten? Wobei selbst die Zahl zu hinterfragen ist: Gestorben "an" oder "mit" Corona? Da gibt es keine klaren Trennungen, sind vielleicht auch nicht immer möglich. Der durch einen Leitersturz ums Leben gekommene Mann ist vom Corona-Virus infiziert, wovon er - weil völlig symptomfrei - nichts wußte. Wird er als Corona-Toter angeführt? Fragen über Fragen. Jeden Abend wie Wasserstandsmeldungen die Zahl der Neuinfizierten. Infiziert heißt allerdings nicht, daß derjenige krank ist. Die Krankheit bricht zumeist offensichtlich gar nicht aus, die Betreffenden wissen überhaupt nicht, daß sie das Virus in sich tragen. Und welche Personen werden überhaupt getestet, bei welchen Personen stellt man die Infizierung fest, nach welchem Schema erfolgt das? Warum nicht breitgestreute Untersuchungen, wie das bei Umfragen geschieht? Ein Querschnitt der Geschlechter, der Altersgruppen, der Regionen, nach dem Zufallsgenerator, mit einer praktikablen Personenanzahl. Zu aufwendig? Es geht doch um Leben und Tod, wie man uns nahelegt, und das stimmt wohl auch. Da kann es nicht daran scheitern, daß die Kosten und/oder der Aufwand zu groß sind.

20.02.21

Vielleicht erklären die Gender-Befürworter mal, wie sich die von ihnen angestrebte Sprache in der Literatur darstellen soll. In der Belletristik, in der Lyrik. In Theatertexten. Alle Bücher umschreiben? Auch die Klassiker?  Die Schulbücher? Opern-Texte? Überhaupt, gesungene Gender-Texte?

Eine lautstarke Minderheit versucht auch hier - zum Teil bereits mit Erfolg - der Mehrheit ihren Willen aufzuzwingen. Niemand von Rang und Namen fällt ihnen in den Arm.



18.02.21

Offenbar gibt es weit mehr Corona-Leugner, als man bislang annahm, denn betrachtet man die Fotos von den Menschenmassen an den Stränden, an der Kiellinie und in anderen Ausflugsorten, kann man nur den Kopf schütteln. Spontan fällt einem das Sprichwort ein: „Der Weise liebt die Einsamkeit, nur der Narr sucht seinesgleichen“. Denn alle namhaften Virologen sind sich darin einig, daß ausschließlich die Kontaktvermeidung zwischen den Menschen – den alleinigen Überträgern des gefährlichen Virus – zur Eindämmung und schließlich zur Beendigung der unseligen Pandemie führen kann. Das Virus verbreitet sich hauptsächlich über die Luft (in Form von Aerosolen), überwindet unerkannt und unbemerkt im Freien auch größere Distanzen und schert sich nicht um die eingeführte 1,50-Meter-Abstandsregel.

 

16.02.21

Erneut wurde nach fast drei Jahrzehnten ein Mord anhand eines DNA-Abgleichs aufgeklärt, der Täter zu lebenslanger Haft verurteilt. Eine winzige Hautschuppe, die am Körper des ermordeten Mädchens gefunden wurde, lieferte jetzt mit Einsatz modernster Analysetechnik den Beweis. Bei nahezu allen Kapitalverbrechen läßt der Täter Spuren zurück, die ihn durch eine bundesweite DNA-Erfassung aller Bürger sogleich identifizieren würden. Mit dem Aufbau einer solchen Datenbank sollte unverzüglich begonnen werden. Bei Personalausweisbeantragung oder –verlängerung könnte das erfolgen, bei Neugeborenen bei der Geburt, bei Einwanderung bei der Einbürgerung. Ein Blutstropfen genügt für die Einrichtung des sogenannten „Genetischen Fingerabdrucks“. Der Abschreckungseffekt auf mögliche Täter, die sich dann - Mord verjährt nicht - nie mehr sicher fühlen könnten, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. 

Diese DNA-Datenbank wird eingerichtet werden, mit Sicherheit. Warum nicht sofort damit beginnen? Wieviele Verbrechen können damit verhindert werden, wieviele Verbrechen haben diejenigen zu verantworten, die die Einrichtung einer derartigen Datenbank verzögern? Gewiß eine imaginäre Zahl, doch sie steht ungeschrieben im Raum.



14.02.21

„Und häufig sind die lautesten Stimmen nicht die meisten Stimmen“, sagte die Fahrrad-Professorin. Da sollte sie sich erstmal an die eigene Nase fassen. Radfahrer und Radfahrerinnen – ich besitze selbst ein Rad – sind und bleiben eine Minderheit, insbesondere schon wegen der altersmäßigen Entwicklung. Lautstarke Minderheiten versuchen indes mehr und mehr, der schweigenden Mehrheit ihre Sicht der Dinge aufzuzwingen, legen Durchgangsstraßen still, hindern Schiffe am Auslaufen, blockieren Werkszugänge und dergleichen mehr. Das sind besorgniserregende Zustände. Der Zweck, mag er in den Augen der Initiatoren noch so ein hehres Ziel sein, heiligt nicht jedes Mittel!  

 

13.02.21

Die meisten ratsuchenden Studentinnen und Studenten klagen, verstärkt unter dem Eindruck der Corona-Pandemie, über Einsamkeit und sagen, "daß sie nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen", berichtet der fürs Studentenwerk tätige Psychologe. Da muss man tief Luft holen, bevor man antwortet. Noch nie was vom Bücherlesen gehört? Vom Musikhören? Vom Skypen, bei dem man sich fast wie leibhaftig gegenübersitzt, auch in Gruppen kommunizieren kann? Von Wanderungen durch und um Kiel herum, deren Routen die „KN“ beispielhaft vorstellt? Mindestens zu zweit kann man sich darüber hinaus auch unter Corona-Auflagen treffen, drinnen wie draußen!  Man könnte sich auch in Hilfsorganisationen und Helfergruppen einreihen, die z. B. älteren Leuten beim Einkauf und anderen Notwendigkeiten helfen.

Es ist besorgniserregend zu beobachten, daß  jungen, gebildeten Menschen offenbar die Fantasie und Kreativität fehlen, ihren Tag sinnvoll und befriedigend zu gestalten, sobald sich die gewohnten Abläufe situationsbedingt – in durchaus beherrschbarem Rahmen -  verändern. 



11.02.21

Prominente und solche, die sich dafür halten, beschweren sich noch und noch, daß ihnen bei facebook und twitter ständig Haßtiraden und Drohungen entgegengeschleudert werden. Darüber können sie sich kaum beruhigen.

Liebe Leute, wie wäre es denn, bei den Sozialen Medien - niemand weiß zu erklären, was daran sozial sein soll - gar nicht mitzumachen? Die dort hetzen und drohen, erreicht man nicht, die ändern sich auch nicht mehr, die wollen die Verlautbarungen und Erklärungen der Entsetzten gar nicht hören. Und wenn schon dort mitmachen, dann die Schmähungen und Beleidigung gar nicht lesen, nicht zur Kenntnis nehmen? Doch das schaffen sie nicht, sie haben wohl einen Hang zum Masochismus, zur Selbstquälerei. Selber Schuld!

09.02.21

Es ist nachgewiesen, daß das Innenministerium in der ersten Welle der Corona-Pandemie Forscher des Robert-Koch-Instituts und anderer Einrichtungen mit der Erstellung von Unterlagen beauftragte, auf deren Basis die Behörde harte Corona-Maßnahmen rechtfertigen wollte. Die Wissenschaftler erstellten in nur vier Tagen eine entsprechende Ausarbeitung, die anschließend über verschiedene Medien verbreitet wurde.

(Quelle: "Welt am Sonntag" v. 07.02.21)

Anmerkung des Bloggers: Sinn des Unterfangens: Angst und Willfährigkeit erzeugen.

08.02.21

Die Tageszeitung kennt in ihren Leserbriefen nur noch das Thema Corona. Rauf und runter, mal intellektuelles Schriftgut, mal einfach strukturiert. Nahezu alle schreiben in der Ich-Form, übergeordnete Gedanken kommen nicht vor. Das wahre Leben wird widergespiegelt. "Ich", "wir", "uns", "mein" ...



01.01.21

Der Impfstoff  gegen Corona ist da, es wird bereits geimpft. Die örtliche Zeitung kennt sowieso nur noch ein Thema in den Leserbriefen. Corona allerorten. Die Politik verkündet, daß die Gesellschaft nicht gespalten werden dürfte über die Reihenfolge bei den Impfungen. Aber genau das wird geschehen. Es geht darum, wer wann an der Reihe ist. Und ob die Geimpften in gewisser Weise privilegiert sein dürfen. Klar werden sie das sein. Niemand kann einem Händler, einer Fluglinie, einem Fitness-Studio und ungezählten Vergleichsfällen verwehren,  Ungeimpfte - ob gewollt oder noch nicht an der Reihe - nicht einzulassen, nicht zu befördern, nicht zu bedienen. Um einer erneuten Schließung ihres Geschäftsbetriebes zu entgehen.

31.12.20

Viel Unsinn ist per WhatsApp unterwegs, nervig, lästig. Und alle warten darauf, daß man nach dem Erhalt ein Lebenszeichen von sich gibt, irgendeine Resonanz. Doch es gibt auch schöne Sachen. Gestern ein Filmchen mit einem offenbar herrenlosen großen, nicht mehr ganz so jungen Hund, der in ein Freiluftkonzert hereinfand. Klassik war angesagt. Das Orchester spielte, da kam er langsam von links ins Bild, ging langsam an den ersten Musikern, den Streichern, vorbei, friedlich, ruhig, die ersten Musiker schauten nach ihm, lächelten, der Dirigent sah ihn, dirigierte lächelnd weiter. Der Hund hielt an mitten auf der Bühne, offenbar unmittelbar vor dem Publikum, das man nicht sah, das aber applaudierte und lachte. Und der Hund drehte sich einmal um sich selbst, bevor er sich bäuchlings niederließ und zufrieden ins Publikum hineinsah. Vielleicht war der arme Kerl nur einsam und glücklich, nicht mehr allein zu sein.

05.11.20

Man kann nur ahnen, was zu den Zeiten auf der Erde los war, als die Pest wütete. Gegen Corona, das ja nicht jeden und alle befällt, gibt es - trotz noch fehlendem Impfstoff - doch allerlei ärztliche Hilfen, die das Leiden in der weit überwiegenden Zahl der Fälle halbwegs erträglich machen. Die Sterberate ist, selbst verglichen mit großen Grippejahren der Neuzeit, verhältnismäßig niedrig. Klar, jeder einzelne ist einer zu viel. Zu Zeiten der Pest gab es überhaupt nichts, was gegen die Krankheit half. Millionen Tote, Entvölkerung ganzer Regionen, Dörfer, Städte. Soll das heute tröstlich sein?



14.08.20

Was ist in die SPD gefahren? Das hat sie wahrlich nicht verdient, die älteste, traditionsreichste  Partei in der Bundesrepublik. Olaf Scholz lehnt sie als Parteivorsitzenden ab, um ihn anschließend zum Kanzlerkanditaten zu küren. Halbherzig, denn die Linken in der Partei und auch große Teile der Basis wollen Scholz nicht. Er ist ihnen nicht links genug, findet sich in der GroKo zurecht, ist ein grundsolider, verläßlicher Mann. Doch nur mit ihn läßt sich wohl die Mitte in der Wahlbevölkerung erreichen, die letztlich die Wahlen entscheidet und die alle Parteien für sich einnehmen wollen.

20.07.20

Wie eiferte eine der bekanntesten Akteurinnen bei der grünen Partei, als es keine Landesgrenzen mehr für das Land gab und ungezählte Menschen über die Grenzen strömten (und es seitdem größtenteils nicht mehr verließen): "Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf."

Wie recht sie hat. Ein Blick in die Zeitungen, in die TV-Nachrichten bestätigt ihre Vorhersage auf atemberaubende Weise. Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Berlin und andere "Brennpunkt"-Städte lassen grüßen. Und das scheint erst der Anfang zu sein.

06.05.20

In der Corona-Zeit zeigt sich gnadenlos, wer sich geistig beschäftigen kann und wer nicht. Quarantäne und deren Vorstufen sind wohl für viele Menschen wahre Albträume. Sie lesen nicht, sie vermögen nicht mit Verstand Musik zu hören (nicht das Gedudel der privaten Radiosender), sie vermögen nicht in Stille durch die Natur zu wandern. Entweder arbeiten sie an irgendetwas, hämmern, wischen, putzen, doch das erschöpft sich bald. Und dann kommt Frust auf, Gereiztheit, schlechte Laune, die abgearbeitet werden will. Sie wollen reden, sich treffen, in der Menge sich aufhalten. An Sprichwörtern ist immer etwas Wahres dran: "Der Weise liebt die Einsamkeit, nur der Narr sucht Seinesgleichen." Und noch gleich was hinterher: Einzelhaft soll ja besonders strafen, doch beim Weisen zieht das nicht, er würde immer die Einzelhaft bevorzugen. 



26.04.20

Unbegleitete Kinder, zum Teil nicht mal im schulpflichtigen Alter, auf Lesbos. Wieder mal. Die EU will einige von ihnen aufnehmen als Ausdruck ihrer Humanität. Stellt jemand die Frage, wie die Kinder die Flucht übers Mittelmeer geschafft, woher sie das Geld für die Schleuser hatten, wer diese bezahlt hat? 

19.04.20

Bei der frühmorgendlichen Joggingrunde über einen Bauernhof wieder die stoische Pferdegruppe passiert. Sie vertragen sich offensichtlich, die großen wie die kleinen Exemplare, stehen still und stumm, wer weiß wie lange schon, mindestens die Nacht verbringen sie hier draußen. Solange hier Ruhe herrscht, muß der Jogger im waldreichen Gebiet den Wolf nicht fürchten.

18.04.20

Die Blockwarte sind unterwegs. Mit Argusaugen wird der Abstand im Supermarkt abgemessen, finsteren Blickes der Hintermann fixiert und taxiert ob seiner physischen Verfassung, dann von einer strengen verbalen Zurechtweisung abgelassen, weil ein in jeder Beziehung wehrhafter Widerpart nicht ausgeschlossen wird.



22.03.20

Lange Pause, ja, unterschiedliche Gründe. Mitten im Corona-Fieber. Ausnahmsweise mal mit Linken und Rechten eine gemeinsame Sprache. Deutschland ist ein Sch....land. Klopapier, von den Preppern (Hamsterern) "Weißes Gold" genannt, beherrscht alle Sinne.

15.02.20

Überall im Internet tauchen Kommentatoren auf, die zu allem und jedem meinen, sich unbedingt äußern zu müssen. Irgendwelche Leute, die es nicht in in die halbwegs zu beachtende Berichterstatunng schafften und sich nun auf allerlei Plattformen tummeln. So auch auf der T-online-Website. Wer gibt diesen Leuten den Raum, wer läßt sie sich dort ausbreiten und ihre unmaßgeblichen Meinungen und Ansichten verkünden?

11.02.20

Ein Land steht Kopf. Ausnahmezustand in der politischen Landschaft, in den Medien, in den durch beide Instanzen in die je eigene Meinungsrichtung stimulierten Bürger. Weil ein nicht vorgesehener Mann zum Ministerpräsident gewählt wurde. Jedenfalls von den falschen Wählern gewählt wurde.

Nicht auszudenken, was geschähe, wenn im Lande mal eine wirkliche Notstandssituation entstünde.



02.02.20

In den schwarzumrandeten Anzeigen in der Zeitung nicht so oft, aber auch nicht ganz selten zu sehen: Der Name eines Ehepaares, meist älter, gemeinsam aufgeführt, die Sterbetage nicht allzuweit auseinander, mitunter nur wenige Tage. Nach dem Text zu urteilen, kein Suizid des nachfolgenden Partners. Für Gefühlskalte, für Empathieunfähige eine völlig unvorstellbare Welt.

29.01.20

Immer wieder erstaunlich, wie Menschen mit dem Tod naher Angehöriger umgehen, selbst bei denen, die ihnen sehr nahestanden. "Hatte ja sein Alter" ... ist einer der vielen Sprüche, die man zu hören bekommt.

Hey Leute, der ist weg, nicht mal nur um die Ecke oder in Urlaub, kommt nicht wieder, nie mehr, alles klar? Nie wieder!

24.01.20

Auf dem Weltwirtschaftsgipfel in der Schweiz sagt die Kanzlerin, daß sich Befürworter des Klimaschutzes und diejenigen, die dagegen seien, wieder in einem Dialog zusammenfinden müßten. Hat sie da nicht etwas gründlich mißverstanden? Es geht denjenigen, so versteht es jedenfalls der Blogger, die mit der gegenwärtigen Klimapolitik nicht einverstanden sind, nicht um die Ablehnung des Klimaschutzes, sondern um die Gewichtung des menschenverursachten Anteils am Klimawandel, den wohl niemand in Frage stellt, der noch bei Verstand ist.



23.01.20

Die Verantwortlichen von Gebrauchsanleitungen, Manuals, Aufbauanweisungen und ähnlichen Texten müßten dazu verpflichtet werden, anwesend zu sein, wenn wildfremde Leute von der Straße, die als Käufer in Frage kommen, versuchen sollen, nach ihren Ausführungen das Gerät, die Anlage, den PC oder was auch immer in Gang zu bringen, einzustellen, aufzubauen  versuchen.

21.01.20

Es liegen Unterschriftslisten aus, um für den Verbleib der Wasserversorgung in öffentlicher Hand einzutreten, sie dürfe niemals in private Hände übergehen. Mhmm, was ist dann mit den Lebensmitteln, die der Mensch noch neben dem Wasser benötigt? Auch verstaatlichen? Was ist mit den Erzeugnissen, die von den Bauern geliefert werden, Milch, Fleisch, Getreide, Gemüse? Auch verstaatlichen? Wo das alles geschah, ging´s bekanntlich grandios daneben.

20.01.20

Manche Menschen, die man aus der Ferne eher als abweisend, unzugänglich eingeschätzt hatte, entpuppen sich bei näherem Hinsehen, sprich: näherem Kontakt , als durchaus freundliche Zeitgenossen. Eigentlich keine neue Weisheit. Doch es fällt mitunter schwer, den ersten Schritt zu tun. Neuer Vorsatz für das neue Jahr: Verhalten ändern!



16.01.20

Erstaunlich, wieviele Leute, die gerade mal Ende dreißig, Anfang vierzig Lebensjahre zählen, schon die Redewendung " ... ich in meinem Alter... " häufig im Munde führen. Nicht ganz ungefährlich. Der Körper horcht auf solche Signale. Wer sich älter darstellt, altert auch leichter vor.

08.01.20

Manche schreiben viele Leserbriefe an die Zeitungen, werden jedoch sehr selten, wenn überhaupt, abgedruckt. Empört richtet man an den, der oft zu lesen ist, dazu noch in relativ langen Texten, warum sie selbst denn nicht abgedruckt würden.Vielleicht fragte man noch zuvor in der Redaktion nach, warum denn der eigene Brief wiederum nicht abgedruckt worden sei, der vom Bekannten/Nachbarn/Verwandten aber doch. Außerdem würde der auch so oft abgedruckt.

Die gewünschte Sichtung des eingereichten Textes macht dann meist bald deutlich, warum die Zeitung sich nicht entschließen konnte, diesen Text zu veröffentlichen: Belangloses, Ironie, Polemik, rabiater Ton, deutliche Rechtschreibdefizite, Wichtigmachung der aufgeführten Thesen, Argumente und Lösungsvorschläge mittels vieler Frage-  und Ausrufezeichen.

07.01.20

Nichts wirkt peinlicher, als wenn Ältere sich jünger gebärden und auftreten und kleiden als die Jungen.



01.01.20

McKinsey hat in einer Studie festgestellt, daß bei einem Blackout, also ohne jeden elektrischen Strom, spätestens nach drei Tagen der Mob auf der Straße ist, daß Plünderungen stattfinden, das Rechtlosigkeit sich ausbreitet. Gleichzeitig stellen die Forscher fest, daß im letzten Jahr in Deutschland drei Fälle eingetreten sind, in denen wir ohne die Zufuhr von Strom aus Frankreich (Atomstrom) und Polen (Braunkohlesrtrom) den Blackout erlebt hätten, weil die erneuerbaren Energien für die Versorgung Deutschlands nicht ausgereicht hätten.

31.12.19

Der Blogger böllert nicht. Nicht mehr. Denn als Jugendlicher tat er´s natürlich mit Hingabe, kratzte sein Taschengeld dafür zusammen. Er hat auch heute nichts gegen die privaten Feuerwerke zum Jahreswechsel. Hunde-, Pferde- und Katzenhalter wettern, ihre Tiere würden darunter leiden.

Was machen die Tiere eigentlich bei Gewittern? Da kracht und böllert es auch ziemlich ordentlich und laut. So ganz neu und überraschend ist die Knallerei also für die Vierbeiner nun doch nicht.

29.12.19

Der Intendant des WDR regt sich darüber auf, daß - nachdem der WDR-Kinderchor mit dem Lied "Meine Oma ist ´ne alte Umweltsau" -  einen Shitstorm auslöste und seine Leute mit Mord und Totschlag bedroht wurden. "In unserem Land ist etwas richtig krank", äußerte er und meint damit die Radikalität und den Haß, der um sich greift. Er hat offensichtlich noch nicht begriffen, daß die Menschen schon immer so waren, nur konnten sich sich erst nach der Schaffung des Internets überhaupt zu Wort melden. Und das tun sie nun auch, so gut wie ungefiltert, so gut wie anonym.   



27.12.19

Nicht selten anzutreffen: Grobiane, Empathieunfähige sind häufig, wenn es sie selbst betrifft, mimosenhaft empfindlich.

20.12.19

Die Wölfe in Schleswig-Holstein schlagen immer öfter zu. Vermeintlich wolfssichere Schutzzäune  für die Schafe ignorieren sie. Tja, es werden wohl immer mehr Wölfe werden, das liegt so in der Natur der Sache. Attacken auf Menschen sind nur eine Frage der Zeit. Mal sehen, wer schuld ist, wenn dieser Fall eintritt. Niemand vermutlich, denn dann haben wir es halt mit Problemwölfen zu tun. Manche Kindergärten z. B., die in waldreichen Gegenden liegen, werden nicht mehr von den Kindern besucht. Zu gefährlich.

19.12.19

Zwei Wochen Klimakonferenz, über tausend Teilnehmer. Ergebnis? Nichts, über das es etwas zu berichten gäbe. Von den tausend Teilnehmern sind den Vernehmen nach nicht mal hundert so etwas wie Fachleute zum Thema. Auch die deutsche Umweltministerin weiß wohl kaum mehr über das Fachgebiet als der gemeine, halbwegs gebildete Bürger.



25.11.19

Es gibt sie noch, mutige Menschen. Dieter Nuhr zum Beispiel. Sagt er doch öffentlich Sachen, die mit Sicherheit in den Leitmedien nicht gerne gehört werden. Man muß nicht mögen, was er vorträgt. Doch er muß es dürfen, wie andere auch ihre oftmals verquere Sicht der Dinge. Mal schauen, wie ihm das bekommt.

15.11.19

Winterzeit, morgens beim Joggen (hieß früher Waldlauf) noch ziemlich dunkel, deshalb für alle Fälle mit einer der Mini-Taschenlampen unterwegs. Einsatz nur sparsam, da zumeist genug zu erkennen war. Dann plötzlich Gegenverkehr, Läufer oder Läuferin, so genau war´s nicht zu erkennen. Sonst so früh so gut wie immer alleine auf der Strecke. Dieser "Gegenverkehr" war nicht zu übersehen, beleuchtet wie ein Schiff. Arme mit Steuerbord-Grün und Backbord-Rot ausstaffiert, auf dem Kopf die Stirnlampe sozusagen als Top-Laterne. Donnerwetter. Total "overdressed"; auf der Strecke fahren keine Autos, nur Waldwege. Der/die Unbekannte erwiderte den Gruß nicht. Mhmm, ist er/sie enttäuscht, weil das Alleinstellungsmerkmal dahin ist? Mal sehen, wie´s weitergeht.

07.11.19

Im Radio klingt´s wieder wie beim Kindergeburtstag. Kichern, Schnellsprech, Stimm-Modulation dem Text angepaßt. Horst, Mandy und andere nur mit dem Vornamen bekannte Menschen am Mikrofon zelebrieren sich selbst. Offenbar will die große Zuhörerschar das so haben. Für beide Seiten verräterisch. Man weiß spätestens dadurch, in welcher Liga sie spielen.



06.11.19

Die Freigabe von Cannabis wird diskutiert. Wieder einmal. Daß es von namhaften Ärzten und Wissenschaftlern als Einstiegsdroge betrachtet wird, stört nicht sonderlich. Die Grundsatzfrage, wozu der Mensch Rauschgifte benötigt, spielt in den Gedanken der meisten Zeitgenossen offenbar keine Rolle. Wozu der Rausch, wozu die Flucht in die Scheinwelt? Mögliche Antworten darauf tun weh, müssen wohl verdrängt werden.

21.10.19

Weltweit 500 Wissenschaftler, so war zu lesen in einer durchaus ernstzunehmenden Zeitschrift, sehen den Klimwandel nicht nur als menschengemacht an, führen wissenschaftlich vor Augen, warum andere, in und mit der erdgeschichtlichen Entwicklung vorhandene Ursachen eine ganz wichtige Rollen spielen.

Liest man darüber anderenorts nichts? Nichts dergleichen in den Nachrichten, nichts im Fernsehen.

20.10.19

Gibt´s in Diskussionen nur noch Schwarz und Weiß? Wer anderer Meinung ist als die Hauptmeinung, wird angefeindet? Gemobbt? Minderheiten machen´s vor?



08.10.19

Wieder ein paar Leute unterwegs, denen man am besten ausweicht. Sie beantworten Fragen, die niemand stellt, unentwegt. Wenn´s wenigstens interessant wäre, was sie unbedingt erzählen müssen. Zumeist Sachen von sich selbst. Die Selbstinszenierer nehmen - so der gefühlte Eindruck - täglich zu. Unsereins mutiert zum Stichwortgeber.

03.10.19

Wie ist das eigentlich mit dem Sexismus? Wirft man immer den Männern vor. Zum Beispiel Werbung mit nackten oder halbnackten Frauen. Ist das wirklich zutreffend? Momentan findet die Leichtathletik-WM statt. Die Sportlerinnen sind da zumeist bauchfrei und untenherum mit Bekleidungsstücken unterwegs, die Slips oder Tangas nahekommen. So ganz ohne Not. Die sportliche Höchstleistung verlangt nicht danach. Die Männer laufen fast durchgängig mit Flatterhosen und nicht bauchfrei durchs Stadion. Warum also die Zurschaustellung nackter weiblicher Haut und Kurven? Warum macht Frau das? Weil Männer hinschauen sollen? Wer ist denn nun sexistisch?

28.09.19

Sie wollen partout nichts sehen. Zwei Menschen mit Hund unterwegs, dort, wo sie es nicht dürfen, Schilder weisen darauf hin. Ganz einsam ist es, keine Fußgängerzone, in der man wirklich nicht jeden ansehen, geschweige denn grüßen kann. Doch hier, in dem Terrain, ist es üblich, sich anzuschauen, zu grüßen, zumindest Augenkontakt aufzunehmen, vielleicht noch ein kurzes Kopfnicken. Doch diese beiden, Mann wie Frau, unabhängig voneinander, schauen bewußt weg, ignorieren den Entgegenkommenden. Vielleicht ein fast triumphierender Trost: Ihr Gesichtsausdruck verrät beinahe schon von selbst, daß sie sich wohl selbst kaum ausstehen können.



25.09.19

Ein 16-jähriges pubertierendes Mädchen hält die Welt in Atem, beschimpft die ihr andächtig zuhörenden Menschen im weitem Rund. Ort: Die UN-Abgeordneten in New York anläßlich des Klima-Gipfels.  Und diese Menschen, jedenfalls eine nicht kleine Zahl von ihnen, applaudieren der jungen Frau, die sie da beschimpft, die  Allgemeinplätze verkündet, nichts vorträgt, was nicht alle zumeist viel besser wissen. Was geht da vor in den Köpfen? Eine Art von Brautprinzessin nach S. Morgenstern? Auf dem Weg zur Kinderrepublik? Wahlalter 16 Jahre? Führt es weltweit ein, und es herrschen Pipi-Langstrumpf-Verhältnisse. Wie sang die steifbezopfte junge Dame doch: "Ich mach´mir die Welt, wie sie mir gefällt."

21.09.19

Ja klar, nicht jeder liest gerne die Gossensprache. Die Beschwerden kann ich nur stellvertretend entgegennehmen. Nicht ich druckte "Fuck-up-Night" auf den Flyer, nicht ich textete ihn, nicht ich segnete ihn ab, nicht ich besuchte die "Fucking-Night". Die verbale Prügel trifft den Falschen. :-(

15.09.19

Überall ist "fuck" zu lesen. Auch der Blogger lernte mal Englisch, sogar eine ganze Reihe von Jahren. Er weiß, was "fuck" auf Deutsch heißt: "ficken". Auch wenn man versucht, das Wort, den Begriff in anderem Zusammenhang zu bringen, verklausuliert, vermeintlich entschärft, es bleibt ein vulgäres Wort, Gossensprache. Natürlich kommt es aus dem englischsprachigen Kulturkreis zu uns, dort wurde und wird es ganz wesentlich als eines der schlimmsten Schimpfwörter benutzt, mit vielerlei Zusätzen und Erweiterungen. Inzwischen hielt es Einzug in den deutschsprachigen Kulturkreis, ist ganz "in". Wer es benutzt, zeigt damit weltläufigkeit an, internationalität. Selbst Goethe ist ja bereits "fuck". Aktuell: Der schleswig-holsteinische Kultusminister ist Schirmherr einer ziemlich noblen Veranstaltung, an der eine Reihe durchaus seriöser Institutionen teilnimmt, u. a. das Uni-Klinikum, gar der Verband der Universitätsklinika Deutschlands, selbstredend die örtliche Tageszeitung.

Und noch eine große Zahl von Männern und Frauen, die sich ansonsten vermutlich kaum mit "fuck", geschweige denn seiner deutschen Entsprechung, in Verbindung bringen lassen möchten. 

Auch der Oberbürgermeister läßt sich nicht lumpen, ist dabei. Einer der im Flyer abgedruckten hochoffiziellen Programm-Punkte heißt: "Fuck-up-Night". Darunter dozieren inzwischen - ja, auch der Blogger weiß das - Versager, Looser, die bei irgendwas irgendwann mal scheiterten; aus ihren Fehlern sollen die anderen lernen, deren Fehler nicht zu machen. "Fuck up?" Der Blogger ist mal grob: "Dann fickt mal schön!"



05.09.19

Die Tagesschausprecherin in einer Talkrunde. Sagt ungewohnt Kritisches außerhalb des Mainstreams Richtung teuerstem Strom in Europa und der Flüchtlinge. Da seien vor allem junge Männer angekommen, sehr viel weniger Frauen und Kinder. Ob ihr das in der beruflichen Laufbahn weiterhilft, bleibt abzuwarten.

27.08.19

Zwei Lokalpolitiker der Grünen haben Leserbriefe an die örtliche Tageszeitung manipuliert, d. h., sie schrieben unter falscher Identität. Was sie schrieben, ist belanglos, die Zeitung druckte einige Zuschriften ab. Immer wiederkehrende Frage zu abstrusem Verhalten: Was geht da in den Köpfen vor? Und nun?

20.08.19

Im Sommerhalbjahr wirft der Blogger so alle sechs Wochen einen Flyer, ein DIN-A 4 Blatt, gefaltet, in die Briefkästen. Es geht erkennbar um Kultur. Heute rief ein Dr. X an und beschwerte sich, daß der Flyer seinen Briefkasten überquellen lasse, er möchte ihn nicht mehr erhalten. Vom Inhalt der Flyer schien er bislang nichts zur Kenntnis genommen zu haben. Wie gut muß es dem Mann gehen, beneidenswert ob des Beschwerdegrunds.



07.08.19

Die Diskussionskultur hat sich stark verändert. Auf vielen heiklen Problemfeldern gibt es nur noch Schwarz und Weiß, hell und dunkel, falsch und richtig, gut und böse. Die Zwischenfarben fehlen fast gänzlich. Entweder Zustimmung oder Ablehnung. Meinungsaustausch ist bei bestimmten Fragen nicht oder kaum noch möglich.


02.08.19

Auf dem neuausgebauten Radweg wieder mal im Vorbeifahren mit dem Auto die Radfahrer gezählt. Gutes Wetter, mittlerer Vormittag, kaum Wind, eine Verbindung des Stadtteils mit anderen Stadtteilen und in Richtung der zehn Kilometer entfernten Innenstadt. Vier oder fünf Radfahrer, jüngere bis mittelalte Menschen, ohne oder nur mit dürftigem Gepäck, keine Einkaufstaschen oder ähnliche Behältnisse dabei, in unterschiedlichen Richtungen die Pedale tretend. Die Stadt soll - so die Planung - zur Fahrradstadt mutieren. 


01.08.19

Es gibt durchaus dazu berufene Stimmen, die da sagen, es gebe - rein statistisch betrachtet - gar keine nennenswerte Zunahme von Witterungskapriolen, als da seien Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürren, heutzutage würde nur intensiver aus der ganzen Welt darüber berichtet. Sie berufen sich auf nachzulesende öffentliche Statistiken.



27.07.19

Vierzehnjährige dürfen neuerdings unter bestimmten Bedingungen den Führerschein für benzinbetriebene Roller erwerben. Nanu! Ist das nicht vornehmlich die Altersklasse für "Frydays for Future"? Wie wär´s denn mit Radfahren, Bahnfahren, Busfahren? Gilt das nur für freitags?

26.07.19

Der 16jährigen Greta Thunberg soll von einer belgischen Universität die Ehrendoktorwürde verliehen werden. Dr. h. c. Greta Thunberg. Wir werden ihren weiteren Werdegang aufmerksam begleiten.

20.07.19

Was macht eigentlich das Waldsterben, ewig lange nicht mehr in den Schlagzeilen gesehen. Vorbei? Vergessen? Bäume sollen ja auch an Altersschwäche sterben. Oder durch den Borkenkäfer. Auch über das Schwinden der Ozonschicht wird nichts mehr berichtet. Sie soll sich entgegen den Vorhersagen von veröffentlichten Experten inzwischen wieder erkennbar erholt haben. Wie das?



19.07.19

"Frydays for future", sieht aus wie ein Schulausflug, mit etwas Lehrpersonal dazwischen. Am Ende hüpfende Kinder. Die Kanzlerin sagt, daß sie sich bei den Schülern bedankt, sie auf das Klimaproblem besonders aufmerksam gemacht zu haben, man werde sich nun um die Sache verstärkt kümmern. 

17.07.19

Joggen in aller Herrgottsfrühe, wirklich einsame und unübersichtliche Gegend, ziemlich weit entfernt von menschlichen Behausungen. Der Jogger mag das Szenarium, nur die Tiere des Waldes sind aktiv, ansonsten Stille. Eine junge Frau mit Fahrrad zu Fuß unterwegs auf einem der schmalen Wege, einen Hund von der Sorte dabei, der glücklich sein wird, daß ihm der Jogger nichts tut. Die junge Frau muß den Jogger näherkommen hören, zeigt ihm den Rücken, stoisch zum Wegrand geht ihr Blick, sie wendet sich nicht mal um, als der Jogger sie grüßt. Sie wüßte nicht die geringste Beschreibung über ihn abzugeben, wenn dieser sich nun über sie hermachte. Was mag in ihrem Kopf vorgehen? 

16.07.19

Authentisch überliefert:

Großvater zum Enkel, der sich, flügge geworden, anschickt, in die große Welt aufzubrechen:

"Mein Junge, wer morgens vor neun Uhr auf der Straße zu sehen ist, der ist nichts und der wird nichts."

Mhmm .... vielleicht in Teilen was Wahres dran ...?

 



15.07.19

Wer ständig erreichbar sein muß, wer sich von überall melden muß, zeigt damit an, daß er nicht wirklich wichtig ist, daß er kein Sekretariat hat, daß er zum Personal gehört.

So äußerte sich vor zwanzig Jahren Johannes Groß fast wörtlich, ein wirklicher großer Journalist und Publizist. Da gab´s noch keine Smartphones. So falsch lag der gute Mann damals nicht, auch heute nicht, selbst wenn inzwischen Präsidenten und Kanzlerinnen auf den Tasten herumtippen in aller Öffentlichkeit.

14.07.19

Kirchentagspräsident Hans Leyendecker sagte, wer leugne, daß der Klimawandel menschengemacht sei, habe auf dem Kirchentag nichts zu suchen. Hinsichtlich Meinungsfreiheit sicherlich eine interessante Äußerung, nicht weniger interessant sind Ort und Anlaß der Ansage des kirchlichen Würdenträgers.

13.07.19

Das Klima beherrscht die Schlagzeilen, nicht das momentane, sondern das die Erde insgesamt umfassende, beeinflussende Klima. "Frydays for Future" ist in aller Munde. Die Jungen sind auf der Straße. Kürzlich wurde eine Vierzehnjährige in den Medien abgelichtet, die sich vehement gegen die Erderwärmung einsetzt. Was sie über das Klima weiß, hat sie aus den Zeitungen.



15.06.19

Apropos Radfahren und Radfahrwege, Radfahrstraßen, wie sie seit einiger Zeit hochoffiziell bezeichnet werden. Schlechtes Wetter, wie so oft in der Region, neuer Radweg; auf drei Kilometern Länge keinen einzigen Radfahrer entdeckt, auf einer Strecke, an der Hunderte von Häusern liegen. Aber jede Menge Autos unterwegs. Tja, Regen von allen Seiten, starker Wind, nicht unüblich hier, da fährt so gut wie niemand mit dem Rad. Gleichwohl plant die Stadt weitere Radstraßen, verbunden mit Einschränkungen der Fahrbahn für Autos.

15.06.19

Ein Häuflein Unverdrossener kümmert sich um Kultur, ehrenamtlich, versteht sich, setzt Geld zu, weil eben nicht alle rückerstattungsfähigen Kosten gemeldet werden. Einladungen per digitalem Rundschreiben, Flyer in beträchtlicher Zahl, Zeitungsmeldungen, viele Zeitgenossen werden erreicht, doch nur ein kleiner Teil der Informierten kommt zu den Veranstaltungen. Gut, so zwischen fünfzig und hundert Besucher sind es immer, je nachdem, was gerade auf dem Spielplan steht. Doch es sind so oft immer dieselben Menschen. Was treiben die anderen, womit füllen sie ihren Tag, ihre Gedanken aus?

 

12.06.19

Seit geraumer Zeit gibt es wieder eine neue Wort-, besser: Begriffsschöpfung: "Aktivist". Irgendwo - Gütersloh ist da wohl wiederum nicht weit weg - ist das auf den Weg gebracht worden. Und alle plappern es nach. Jemand, der zur Toilette geht, ist auch aktiv. Aktivist? Allerdings läßt die Gender-Korrektheit doch noch sehr zu wünschen übrig. Wie an anderer Stelle ebenfalls. Aktivistinnen gibt es so gut wie gar nicht, jedenfalls in gedruckter Form. Verbrecherinnen übrigens auch nicht. Auch keine Bürgerinnensteige und andere gender-ungeeignete Wortungetüme.



11.06.19

Nun geht´s gegen die Kreuzfahrer los. Blockade beim Auslaufen. Wegen der Luftverschmutzung. Da der Klimanotstand für die Stadt von offizieller Seite ausgerufen wurde, ist das für einige wohl die folgerichtige Konsequenz. Es gibt sogar schon veröffentlichte Stimmen, die das Kinderkriegen bereits deshalb kritisch beäugen, weil der Mensch mit seinem co2-haltigem Atem auch das Klima belastet. Tiere übrigens auch. 

09.06.19

Rezo hat ein spektakuläres Youtube-Video vom Stapel gelassen. Soll die Europawahl nicht unmaßgeblich beeinflußt haben. In dem Zusammenhang soll eine der sogenannten Influencerinnen in einer Talkshow gesagt haben, junge Leute würden sowieso keine Tageszeitungen mehr lesen. Ist das zum Lachen oder zum Fürchten gedacht? Eigentlich sollte man selbst mal bei Youtube was hochladen, vielleicht mal Rezo die Stirn bieten. Er hatte ja viel heiße Luft dabei. Doch dann wohl besser die Finger davon lassen, er und seine Fans sollen im Einstecken nicht so gut sein wie im Austeilen.

09.06.19

Ich bekenne mich schuldig, lange nichts mehr geschrieben, auch lange unterwegs, kein PC, kein Laptop einsatzfähig dabei. Immer wieder erfreulich erstaunlich, mit welcher Regelmäßigkeit Mahnungen einlaufen, doch wieder was zu schreiben. Gute Vorsätze sind bereits gefaßt, hier ist doch der lebendige Beweis. :-)



28.04.19

Dekadenz hat wohl einen Namen. Wenn es Gesellschaften zu gut geht, wenn Langeweile grassiert, feiert sie Hochkonkunktur. Frauen, zumeist jüngere, tragen Jeans oder jeansähnliche Hosen, in die Löcher hineingeschnitten sind. Oder gleich in der löchrigen Form die Herstellerfirma verließen. Den Elendsvierteln, den Armenstadtteilen, den Ärmsten der Welt abgeschaut, laufen die Satten, die Gutsituierten mit auf Elend getrimmten Kleidungsstücken herum, finden das chic und "cool".

25.04.19

Erste Stimmen fordern autofreie Städte. Ernsthaft. Ein Dutzend Menschen rufen zum Blockieren einer Hauptverkehrsstraße auf, melden dafür eine Demonstration an, die das Ordnungsamt genehmigt. Es geht um die Rettung des Klimas, um den Ausstoß der Autoabgase. Man rechnet mit tausend Teilnehmern und Riesenstaus nach beiden Seiten hin. 

24.04.19

Die Radwege werden immer zahlreicher, immer breiter, neue sogenannte Fahrradtrassen und -schnellwege werden erschlossen, Straßen für den Kfz.-Verkehr zurückgebaut. Und die Bevölkerung wird - anteilmäßig und auch real - immer älter und hinfälliger. Sie fahren zumeist kein Rad mehr, die Älteren, nur noch die wenigen Fitten unter ihnen, und auch die, selbst aber auch junge Leute, sind nicht auf den Rädern zu sehen, wenn, was bei uns viel häufiger anzutreffen ist als Fahrradwetter, Schietwetter herrscht mit Regen, Sturm und Kälte. Und dann nach Aldi und Lidl? Den Großeinkauf mit dem Rad - von irgendeiner Seite kommt immer Wind - nach Hause fahren? Mit Packtaschen? Auf Radwegen mit Gegenverkehr? Oft mehr als zehn Kilometer die einfache Strecke? Ein unverhältnismäßiger Hype ums Fahrrad?



22.04.19

Mitte Mai sind Europawahlen. Die sogenannten etablierten Parteien bei uns sind besorgt, daß die Rechten weiter zulegen werden. Das werden sie wohl auch und zwar europaweit, vor allem in den östlichen Mitgliedsländern. Doch auch aus Italien und Frankreich, eigentlich inzwischen aus allen Mitgliedsländern sind entsprechende Signale zu vernehmen. Es gibt nur ein Thema, das die Diskussionen beherrscht, und zwar die Zuwanderung. Von fast allen Parteien lange unterschätzt, verdrängt, heruntergespielt. Niemand - außer den Vereinfachern - hat eine Lösung des Problems parat. Kann es überhaupt eine geben? Oder bedeutet es, damit dauerhaft zu leben, mit dem Beginn einer neuen Völkerwanderung, den es als Status quo zu akzeptieren gilt?  

21.04.19

Selbst den eigentlich nicht so Ängstlichen ergreift Unbehagen vor der frühmorgendlichen Jogging-Runde durch einsames Waldgebiet und die nicht weniger einsame Feldmark. Die ersten Wölfe wurden in der gar nicht so fernen Umgebung gesichtet. Mobiltelefon - wird den Wolf wenig beeindrucken - war schon immer dabei, auch ein Messer, doch das war ursprünglich mehr als Hunde-Abwehr gedacht. Nun soll es im Ernstfall gegen den Wolf helfen. Ein Farmer aus den USA, der wohl Erfahrung hatte, wurde in einem Bericht über Wölfe mit der Aussage zitiert, gegen einen Wolf hätte ein ausgewachsener Mann mit einem Messer eine reale Chance, bei zweien oder gar mehr stünde er auf verlorenem Posten. Und nun? Weiterjoggen? Es gibt Bäume auf der Strecke, die erkletterbar sind. Wölfe können nicht klettern. Aber in der Feldmark gibt´s kaum Bäume.

20.04.19

Der Vater fährt mit seinen drei Kindern, zwei Jungs und ein Mädchen, alle so zwischen sechs und acht Jahre alt, wohl kurz irgendwo hin, er ist zu Besuch, fremdes Kennzeichen aus dem süddeutschen Raum. Osterbesuch. Nach dem Öffnen der Autotüren springen die Drei auf die Sitze, beugen die Köpfe sofort über offensichtlich irgendwelche elektronischen Geräte. Ob Smartphone oder Spielekonsole oder ähnliches, läßt sich auf die Entfernung nicht ausmachen. Der Vater spricht mit ihnen, während er die Abfahrt vorbereitet, er erhält augenscheinlich auch Antworten, doch keines der Kinder hebt auch nur den Kopf, schaut unverwandt nach unten, wo ein Display leuchtet.



10.04.19

Immer mehr Menschen, selbst nicht schon sehr vertraute, offenbaren sich mit ihren Meinung zu politischen Themen, wenn sie den Eindruck gewonnen haben, sich einem anvertrauen zu können. Obwohl sie noch gar nicht genau wissen, wie man politisch eingestellt ist. Sie fürchten - so gestehen sie - eine Diffamierung, eine Stigmatisierung, wenn sie offen ihre Meinung äußern. Und es sind keine Geschorenen, keine Springerstiefel-Träger, keine Hetzer, keine Schwarzgewandeten. Allgegenwärtiges Thema: Einwanderung, Flüchtlinge, Kriminalität.

Beängstigend. Das kennt man, sicher in einer sehr viel schlimmeren Form, von und aus Diktaturen, im eigenen Land zuletzt von den Nationalsozialisten.

05.04.19

Youtube hält die merkwürdigsten Filmchen parat. Und diese sagen eine Menge aus über diejenigen, die sie hineinstellen. Da gibt es z. B. die Gottesanbeterin, eine sogenannte Fangschrecke, die wie ein miniaturisierter Alien durchgeht. Häßlich anzusehen, vor allem, was den Kopf angeht. Und sie hat - im Verhältnis zum übrigen Körper - zwei furchterregende Fangarme, mit denen sie ihre Beute fängt, fixiert und dann sofort aufzufressen beginnt. Sie tötet nicht zuerst, dazu hat sie offenbar auch nicht die Mittel, sie tötet, indem sie das lebende und oft dabei noch ziemlich lange zappelnde und zuckende Beutetier langsam auffrißt. Soweit, so gut, so ist eben die Natur. Aber nun gibt es Zeitgenossen, erstaunlich viele Zeitgenossinnen, die sich dieses Mini-Ungeheuer in Terrarien halten und es mit Lebendfutter versorgen. Und das filmt man auch und zeigt es der Welt. Zeigt, wie das Gefressenwerden im lebendigen Zustand vor sich geht. Es gibt Foren, in denen sich die Liebhaber dieses exotischen Mini-Ungeheuers über alles austauschen, was es mit der Haltung dieses Tierchens auf sich hat. Wäre interessant zu erfahren, was in Menschen vor sich geht, die sich offenbar daran ergötzen können.

04.04.19

Die Wölfe kommen immer näher an die Dörfer, an die Städte heran, gewöhnten sich, wie zu erwarten, an die Zweibeiner. Sie traben ohne große Hast oder Angst durch´s Gelände, scheinen schon zu wissen, daß ihnen keine Gefahr von den Menschen droht. Erste Eltern lassen ihre Kinder schon nicht mehr auf bestimmten Spielplätzen spielen. Irgendwann wird es eine Wolfsattacke gegen Menschen geben. Mal sehen, wie dann die meist selbsternannten Wolfsexperten reagieren. Es ist zu erwarten, daß niemand Schuld hat, der Wolf war´s, der sich atypisch verhalten hat. Oder der Mensch, das Kind hat selbst Schuld, weil er, es sich falsch verhielt.



15.03.19

Einer, von dem man das nun wohl eher nicht erwartet hatte, nämlich Klaus von Dohnanyi, äußerste zu den "Friday for Future"-Demonstrationen, daß die jungen Leute auf nichts verzichten würden, sich auch weiterhin mit dem Eltern-Auto zum Ballett und zur Schule fahren lassen würden. Klang nicht gerade begeister von der Sache.

14.03.19

Nun gibt´s auch die "Parents for Future", erstaunlich, daß es so lange dauerte. Die Manie, englischsprachige Bezeichnungen zu verwenden, ist ungebrochen. Und Greta wird schon für den Friedensnobelpreis gehandelt. Doch sie machte bereits einen argen Fehler, aß wohl mal etwas mit einem Plastiklöffel, trank aus einem Plastikbecher.

03.03.19

In Hamburg gab´s am Freitag wieder eine "Friday for Future"- Demonstration während der Schulzeit. Mehr junge Leute als sonst auf den Beinen. Die Initiatorin der Bewegung, Greta Thunberg, war höchstpersönlich erschienen. Doch Wermutstropfen fielen in den Demo-Wein. Das Ganze soll als "Schulschwänzen" behandelt werden. Und das bei einer Rot-Grünen-Rathaus-Mehrheit. Ob die 16-jährige zu erklären weiß, wie es auf dem Globus in der Vergangenheit zu vielfachen Wärme- und Kälteperioden gekommen ist, als noch keine Menschen auf der Erde herumliefen?



02.03.19

Gestern abend bis in die Nacht "Mainz, wie es singt und lacht". Man hält sich dort zugute, eine intellektuelle Fastnacht zu zelebrieren. Merkwürdig, mit welcher Art von Clownerie man der Politik dort zu Leibe rückt. In der Bütt´ oft zorngerötete Köpfe, die ihre Thesen und ureigensten Meinungen in Reimform ins Mikrophon schreien. Da bricht sich nahezu Feindseligkeit Bahn. Zumeist nur in eine Richtung. Rheinland-Pfalz ist No-Go-Area. Humor, Clownerie? Das macht jedes politische Kabarett besser. Und vor allem glaubhafter.

 

 

18.02.19

Erstaunlich. Ist man erst mal weg aus der normalen Zivilisation, auf einer Hallig zum Beispiel, schwindet das Interesse am der übrigen Welt von Stunde zu Stunde. Ob Trump oder Erdogan, ob Kim Jong-um oder der Mann aus Venezuela, der von der Macht nicht lassen kann und andere, die einen ansonsten um dies und jenes  fürchten lassen, sie entrücken nahezu zur Bedeutungslosigkeit. Kein Fernsehen, keine Nachrichten. Nahrungsaufnahme, Schlafenszeiten, Wetter, das sind die elementaren Dinge, die dann den Menschen, wenn er es denn zuläßt, umtreiben.

13.02.19

Churchill sagte mal sinngemäß, die Demokratie sei die schlechteste Staatsform, aber er kenne keine bessere. Da ist was dran. Nur artet sie auf Dauer in einen Überbietungswettbewerb an Wohltaten für´s Wahlvolk aus, denn schließlich will man gewählt werden. Fast wörtlich: Koste es, was es wolle. Gibt es einen Ausweg aus diesem Hamsterrad?



11.02.19

Der bundesweite Aufruhr um die von Dieselmotoren ausgestoßenen
Stickstoffdioxid-Mengen hält unvermindert an. Ein Wissenschaftler bemerkte dazu unter anderem, daß die heutige Luftbeschaffenheit in den meisten Städten vor einigen Jahren noch den Werten eines damaligen Luftkurortes entsprochen hätten. Doch wer will das hören in der aufgeheizten Debatte? 

10.02.19

Leserbriefe zu schreiben erfordert heute eine nicht zu unterschätzende Risikobereitschaft, insbesondere wenn die Mail-Adresse des Schreibenden aufzufinden ist. Rustikale bis drohende Texte laufen ein, ebensolche  Telefonanrufe; Gott sei Dank, das alles auch in positiver Ausgabe. Es besteht zwar Rede- und Meinungsfreiheit, doch sie ist mehr und mehr nur noch eine leere Formel im Politikermund und in den Impressums-Texten der druckenden Medien. Wehe, wenn vom sogenannten Mainstream abgewichen wird. Wenn die einstigen Verfasser des Grundgesetzes und damit auch Gründer der Bundesrepublik wüßten, was aus ihren hehren Vorstellungen für die Gestaltung des Landes inzwischen geworden ist.

09.02.19

Der Sender rief und viele kamen zum gemeinschaftlichen Singen in die große Halle. Weite Wege wurden zurückgelegt, um Lieder zu singen, deren Texte auf einer großen Videowand abgelesen werden konnten. Meistens englische Texte. Lauter Fremde untereinander, von den Gruppen und Grüppchen abgesehen, die zusammengehörten. Brot und Spiele? Was treibt an dabei? Langeweile? Keine ausgesprägten eigenen Interessen? Reagieren statt agieren. Leere, gar Vereinsamung? Auf der Sinnsuche?